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Vor Wahl des CDU-Vorsitzes : Spahn schließt Kanzlerkandidatur „Stand heute“ aus

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Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt am 6. Januar eine Pressekonferenz in Berlin zum Zwischenstand der Impfungen gegen das Coronavirus. Bild: dpa

Ob er seine Chancen für eine Kanzlerkandidatur geprüft hat oder nicht – Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will weder um den CDU-Vorsitz noch um das Kanzleramt kämpfen. Doch er lässt sich eine Tür auf.

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          Wenige Tage vor der Wahl eines neuen CDU-Vorsitzenden ist Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Spekulationen entgegengetreten, er könnte noch ins Rennen einsteigen. „Ich kandidiere als stellvertretender Vorsitzender. Dabei bleibt es“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk. Er wolle, dass Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet neuer CDU-Chef werde und unterstütze ihn dabei. Es gehe darum, die Partei und das Land zusammenzuhalten, Laschet regiere erfolgreich in Nordrhein-Westfalen.

          Auf die Frage, ob er denn anschließend bei der Entscheidung über einen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU seinen Hut in den Ring werfe, sagte Spahn: „Stand heute schließe ich das aus.“ Zu Medienberichten, er habe parteiintern hinter den Kulissen die Chancen einer Kanzlerkandidatur sondiert, sagte er lediglich: „Es wird viel berichtet

          Die CDU wählt am 16. Januar auf einem digitalen Parteitag einen neuen Vorsitzenden. Dabei tritt Laschet gegen den früheren Unionsfraktionsvorsitzenden Friedrich Merz und den Außenpolitiker Norbert Röttgen an. Der Wahlausgang gilt in Parteikreisen als offen. Im März oder April wollen sich CDU und CSU dann auf einen gemeinsamen Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl einigen. Hintergrund der Frage an Spahn ist, dass sowohl er als auch CSU-Chef Markus Söder derzeit in Umfragen besser dastehen als die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz.

          Merz hatte nicht ausgeschlossen, dass er im Falle einer Niederlage auch eine andere wichtige Rolle für die Union spielen könnte. „Ich beschäftige mich nicht mit dieser Frage. Im Zweifel müssten das der neu gewählte Parteivorsitzende und die Bundeskanzlerin entscheiden“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) auf die Frage, ob er an Bord bleibe, falls er wie 2018 die Wahl verliere.

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