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Spahns neue Nummer : Was taugt die Hospitalisierungsrate?

Eine Pflegekraft in Schutzkleidung versorgt einen Coronapatienten Bild: Lucas Bäuml

Lange hat die Inzidenz bestimmt, wie frei wir sind. In Zukunft soll die Belegung der Krankenhäuser maßgeblich sein. Funktioniert das?

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          Wenn sich früher viele Menschen mit Corona angesteckt haben, sind auch viele daran gestorben. Mehr Infektionen bedeuteten volle Intensivstationen, deshalb war die Inzidenzrate wichtig. Wurde sie zu hoch, fuhr die Politik das öffentliche Leben herunter. Viele Bürger schauten auf die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche, um zu erfahren, wie schlimm die Pandemie gerade war und ob der Kindergarten, das Kino oder der Friseur demnächst wieder schließen oder öffnen würde.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          In einer Gesellschaft, in der zwei Drittel der Menschen geimpft sind, ist dieses Stieren auf die Inzidenzrate sinnlos geworden. Viele Infizierte bedeuten nicht mehr automatisch viele Kranke. Die Geimpften können sich mit der Delta-Variante zwar anstecken, positiv getestet werden und das Virus an andere weitergeben. Sie erkranken aber fast nie so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Wer wissen will, ob Gefahr droht, braucht eine andere, neue Zahl.

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