https://www.faz.net/-gpf-9csdq

Sonntagstrend : CDU/CSU erstmals seit 2006 unter 30 Prozent

  • Aktualisiert am

Merkel und Seehofer: In der Wählergunst derzeit eher unbeliebt Bild: AFP

Für die Union geht es weiter bergab. Das erste Mal seit zwölf Jahren liegen CDU/CSU nur noch bei 29 Prozent. Profitieren kann davon allerdings nur eine Partei – die Grünen.

          Neues Tal für die Union in der Wählergunst: Erstmals seit 2006 fallen CDU und CSU auf 29 Prozent. Die Parteien von Kanzlerin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer büßen im Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt, einen Prozentpunkt ein und erreichen so den tiefsten Wert seit zwölf Jahren. Schon damals regierte Merkel in einer Großen Koalition. Ihre Stellvertreter waren die SPD-Politiker Franz Müntefering und der damalige Außenminister und heutige Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

          Die Sozialdemokraten können von der Schwäche der Union aber nicht profitieren. Sie verloren ebenfalls einen Punkt und kommen auf 18 Prozent. Damit bleiben sie zweitstärkste Partei vor der Alternative für Deutschland (AfD), die mit unverändert 15 Prozent drittstärkste Kraft bleibt.

          Einen großen Schub nach oben machen dagegen die Grünen. Sie steigen im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte und erreichen damit ihren Jahreshöchstwert. 14 Prozent der Deutschen würden sie wählen, wenn an diesem Sonntag Bundestagswahlen wären. Die Linke (zehn Prozent) und die FDP (neun Prozent) bleiben unverändert. Auf die sonstigen Parteien entfallen wieder fünf Prozent.

          Weitere Themen

          Rollentausch am Rand

          AfD in Bremen : Rollentausch am Rand

          Die Bremer AfD ist seit der Wahl von 2015 weit nach rechts gerückt. Mittlerweile bezeichnen sich sogar die „Bürger in Wut“ als eine – im Vergleich – linke Partei.

          Präsident Widodo bleibt im Amt Video-Seite öffnen

          Wahlen in Indonesien : Präsident Widodo bleibt im Amt

          Fünf Wochen nach der Präsidentschaftswahl in Indonesien ist Amtsinhaber Joko Widodo offiziell zum Sieger erklärt worden. Nach den Ergebnissen der Wahlkommission entfielen auf den 57-jährigen Widodo 55,5 Prozent der Stimmen.

          Topmeldungen

          Seltene Erden : Pekings Waffe im Handelskrieg

          In jedem Smartphone, in jeder Hightech-Rüstung stecken Seltene Erden. 80 Prozent dieser Metalle kommen aus Fernost. Setzt China das nun als Druckmittel gegen Amerika ein?

          Brexit-Abstimmung : Was ist daran „kühn“?

          Die britische Premierministerin Theresa May will den Parlamentariern ein Angebot unterbreiten, das sie nicht ablehnen können. Doch dem Vernehmen nach wird es kaum der erhoffte große Wurf sein.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.