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Sonntagsfrage : Union sinkt in der Wählergunst weiter ab

  • Aktualisiert am

CDU-Chef Armin Laschet Bild: dpa

Die Zustimmung zu CDU und CSU geht laut einer Umfrage weiter zurück. CDU-Chef Armin Laschet verspricht eine Entscheidung über die Kanzlerkandidatur zwischen Ostern und Pfingsten.

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          Die Union setzt ihren Abstieg in Wahlumfragen fort. Erstmals seit Ende März vergangenen Jahres rutschten CDU und CSU in einer von der Zeitung „Bild am Sonntag“ in Auftrag gegebenen Umfrage um weitere zwei Prozentpunkte auf 32 Prozent und damit unter ihr Bundestagswahlergebnis von 32,9 Prozent.

          Die SPD erhielt bei der wöchentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar im Auftrag der Zeitung 16 Prozent und blieb damit unverändert, ebenso wie die Linke (9 Prozent). Die Grünen (19 Prozent), die AfD (10 Prozent) und die FDP (9 Prozent) gewannen jeweils einen Prozentpunkt seit der Vorwoche hinzu.

          Anfang März 2020 hatte die Union in den Umfragen des „Bild am Sonntag“ nur noch 24 Prozent eingefahren, so wenig wie seit 2018 nicht mehr. Mit der aufflammenden Corona-Krise stiegen ihre Umfragewerte rapide: Ende Mai meldete die Umfrageserie einen Höchstwert von 40 Prozent für Christdemokraten und Christsoziale.

          „Ein Regierungschef sollte auch Mitglied des Parlaments sein“

          Die Schwesterparteien beraten derzeit über ihren Kanzlerkandidaten. Dieser müsse nach Ansicht von CDU-Chef Armin Laschet auch für den Bundestag kandidieren. „Ein Regierungschef sollte auch Mitglied des Parlaments sein“, sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der „Welt am Sonntag“. Für ihn persönlich stehe diese Frage aber erst nach der endgültigen Festlegung des Kanzlerkandidaten an.

          Er bekräftigte frühere Aussagen, nach denen er mit CSU-Chef Markus Söder die Kandidatur zwischen Ostern und Pfingsten klären will und dass die Ergebnisse der Landtagswahlen kommenden Sonntag in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz darauf keinen Einfluss haben sollen.

          Inhaltlich sprach sich Laschet dafür aus, ein seit langem diskutiertes Digitalministerium zu schaffen, mit einer Querschnittszuständigkeit über verschiedene Ressorts hinweg. „Das wird dann zwangsläufig ein sehr mächtiges Ministerium sein“, sagte er. Darüber hinaus müssten Verwaltungsabläufe und Genehmigungsverfahren verkürzt werden. „Wir brauchen ein ganz großes Reformwerk, eine echte Föderalismusreform. Das wollen wir nach der Pandemie in der nächsten Wahlperiode anpacken“, sagte Laschet. Mit Blick auf mögliche Lockerungen der Corona-Maßnahmen riet er, den Datenschutz zu lockern. „Wenn wir die Einschränkung von vielen anderen Grundrechten abmildern könnten, dann muss in der Abwägung auch der Datenschutz zurückstehen.“

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