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Sonntagsfrage : SPD liegt wieder vor der AfD

  • Aktualisiert am

Die Fraktionschefinnen von AfD und SPD, Alice Weidel und Andrea Nahles, vor Beginn eines Gottesdienstes zur konstituierenden Sitzung des Bundestages vergangenen Oktober in Berlin. Bild: EPA

Die SPD kann sich freuen, wieder knapp vor der AfD zu landen. Dabei wurde auch ermittelt: Den meisten Wählern sind klassische SPD-Themen wichtig.

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          Die SPD liegt in der Wählergunst wieder vor der AfD – so ermittelte es jedenfalls das Meinungsforschungsinstitut Emnid im Sonntagstrend für die Zeitung „Bild am Sonntag“. Nachdem die beiden Parteien dort in der Vorwoche gleichauf lagen, gewinnt die SPD nun einen Zähler hinzu und kommt auf 18 Prozent. Die AfD büßt dagegen einen Punkt ein auf 16 Prozent. CDU/CSU erreichen erneut 30 Prozent und damit ebenso wie die SPD etwa drei Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2017.

          Die Grünen liegen ebenfalls unverändert bei zwölf Prozent. Die Linke legt einen Punkt zu auf zehn Prozent. Die FDP erreicht erneut neun Prozent. Für den Sonntagstrend befragte Emnid zwischen dem 5. und 11. Juli insgesamt 2.368 repräsentativ ausgewählte Personen.

          Altersarmut gilt als wichtigstes Problem – nicht Zuwanderung

          Bei der Wahlentscheidung sind laut dem Institut der Kampf gegen Altersarmut und das Herstellen gleicher Bildungschancen für die Bundesbürger die wichtigsten politischen Themen für eine Wahlentscheidung. Eine Begrenzung der Zuwanderung, über die die Politik derzeit hauptsächlich diskutiert, wird dagegen als wesentlich weniger wichtig eingestuft. Auf dem letzten Platz landete bei der Auswahl aus einer Liste von 20 Themen ein Aufstocken der Verteidigungsausgaben.

          Laut Emnid-Umfrage nannten 79 Prozent der Befragten das Verhindern von Altersarmut als besonders wichtig. 76 Prozent entschieden sich für das Schaffen gleicher Bildungschancen für alle Kinder. Die Kranken- und Pflegeversicherung zu verbessern, nannten 74 Prozent. Das viertwichtigste Thema war mit 69 Prozent, für bezahlbaren Wohnraum zu sorgen.

          Der Kampf gegen Kriminalität landet auf Platz Fünf. 68 Prozent der Befragten war das Thema besonders wichtig. Allerdings bestehen deutliche Unterschiede zwischen den Anhängern der verschiedenen Parteien. 100 Prozent der AfD-Anhänger ist das Thema besonders wichtig. Unter den Grünen-Anhängern sagen das dagegen nur 35 Prozent.

          Die Zuwanderung zu begrenzen, fanden insgesamt nur 38 Prozent besonders wichtig – Platz 14. Allerdings stachen hier AfD-Anhänger heraus. Für sie war es das zweitwichtigste Thema (87 Prozent). Mehr Geld für Verteidigung auszugeben, war nur 16 Prozent der Befragten besonders wichtig.

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