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Sonntagsfrage : Kramp-Karrenbauer vor SPD-Konkurrenten

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Würde Kanzlerin: Annegret Kramp-Karrenbauer Bild: Daniel Pilar

Die neue CDU-Vorsitzende würde in einer Direktwahl sämtliche Sozialdemokraten deutlich überflügeln. Altkanzler Schröder warnt die Partei derweil vor einem Linkskurs. Wahlen würden in der Mitte gewonnen, sagt er.

          Im Falle einer direkten Wahl des Bundeskanzlers würde die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer einer Umfrage zufolge alle potentiellen SPD-Kandidaten schlagen. Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles und ihre Vorgänger Martin Schulz und Sigmar Gabriel wären ebenso chancenlos wie Bundesfinanzminister Olaf Scholz, ergab eine am Montag veröffentlichte Umfrage für die Sender RTL und n-tv.

          Träten Kramp-Karrenbauer und Nahles gegeneinander an, würden sich den Angaben zufolge 48 Prozent der Befragten für die CDU-Vorsitzende und lediglich zwölf Prozent für die SPD-Vorsitzende entscheiden. Ein Duell von Kramp-Karrenbauer und Schulz würde demnach mit 48 zu 16 Prozent enden. Hieße Kramp-Karrenbauers Gegenkandidat Olaf Scholz, würde sie laut der Umfrage 43 Prozent der Stimmen erhalten, für Scholz würden 20 Prozent votieren. Das beste SPD-Ergebnis würde Sigmar Gabriel mit 21 Prozent bekommen, auch hier hätte Kramp-Karrenbauer aber mit 43 Prozent klar die Nase vorn.

          Würde der Bundestag jetzt neu gewählt, kämen die Sozialdemokraten der Umfrage zufolge auf lediglich 15 Prozent, die Union würde 32 Prozent der Stimmen bekommen. Die FDP liegt in der Erhebung bei acht Prozent, ebenso die Linke. Die Grünen stehen bei 19 Prozent, die AfD kommt auf zwölf Prozent.

          Der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat seine Partei derweil vor einem Linksruck gewarnt und dazu aufgerufen, einen Mitte-Kurs beizubehalten. „Wenn die SPD etwas aus der Ära von Helmut Schmidt für heute lernen kann, dann ist es eines: Mehrheiten werden in der politischen Mitte gewonnen, nicht am Rand“, sagte Schröder der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des 100. Geburtstags von Helmut Schmidt.

          Der 2015 verstorbene Altkanzler Schmidt wäre am 23. Dezember 100 Jahre alt geworden. Wie auch Schröder bei seinen Wahlsiegen 1998 und 2002 konnte er Wähler im politischen Zentrum überzeugen. In der SPD gibt es wegen des Umfrageabsturzes der Partei Strömungen, die in der Steuer- und Sozialpolitik nach links rücken wollen.

          „Mit seiner Politik konnte er breite Mehrheiten erreichen, weil er der SPD Kompetenz in den Bereichen Wirtschaft und innere Sicherheit verschaffte“, betonte Schröder. „Die Wählergruppe, die wir heute unter dem Begriff ,Mitte‘ fassen, hat er bei den Bundestagswahlen 1976 und 1980 für die SPD mobilisiert.“

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