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In Pflegeheimen : Bundeswehr soll bei Schnelltests unterstützen

Ein Soldat der Bundeswehr geht im Mai 2020 mit einer Bewohnerin eines Seniorenheims spazieren. Nun sollen Soldaten im großen Stil helfen und Corona-Tests in Pflegeeinrichtungen durchzuführen. Bild: dpa

Zehntausend Soldaten stehen bereit, um Alten- und Pflegeheimen in der Pandemie zu helfen. Die ersten von ihnen sollen dort schon von diesem Wochenende an die Corona-Schnelltests übernehmen.

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          Angesichts steigender Todeszahlen sollen die ersten Soldaten schon an diesem Wochenende Alten- und Pflegeheime bei der Bewältigung der Corona-Pandemie unterstützen. Insgesamt stehen dafür 10.000 Soldaten der Bundeswehr bereit, wie Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Mittwoch bekanntgegeben hatte. Die Soldaten sollen die Schnelltests übernehmen, zu denen die Pflegeheime seit Mitte Dezember verpflichtet sind.

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

          Oft können die Heime die Tests aber nicht gewährleisten, weil ihnen dafür das Personal fehlt. Die Bundesregierung hatte den Landkreisen die Hilfe der Bundeswehr erst vor wenigen Tagen angeboten, nachdem eine Einigung zwischen Bund, Ländern, Wohlfahrtsverbänden und Kommunen über eine Hilfe durch Freiwillige nicht zustande gekommen war. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich persönlich in zahlreichen Gesprächen mit den Landkreisen für den Einsatz der Bundeswehrsoldaten eingesetzt haben.

          Die Landkreise hatten schon am 23. Dezember Bund, Ländern und Wohlfahrtsverbänden angeboten, den personellen Bedarf zu ermitteln. Zeitweise war daraufhin im Gespräch, dass die Bundesagentur für Arbeit die Rekrutierung von Freiwilligen übernehmen solle. Das erwies sich als zu umständlich. Jetzt haben erste Landkreise den Bedarf an Personal schon an die Landeskommandos der Bundeswehr übermittelt. Die Bundeswehr stellt sich darauf ein, den Auftrag zur Entlastung der Heime schon an diesem Wochenende in Angriff zu nehmen.

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