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Soldaten am rechten Rand : Knapp 2500 rechtsextreme Verdachtsfälle seit Ende der Wehrpflicht

  • Aktualisiert am

In der Kritik: Die Bundeswehr und ihre rechtsextremen Verdachtsfälle Bild: dpa

Seit dem Ende der Wehrpflicht 2011 ist der Militärische Abschirmdienst bei der Bundeswehr mehr als 2500 rechtsextremistischen Verdachtsfällen nachgegangen. Doch die Tendenz war klar abnehmend – und nur bei einem minimalen Teil erhärtete sich der Verdacht.

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          Der Militärische Abschirmdienst (MAD) hat seit dem Ende der Wehrpflicht mehr als 2500 rechtsextremistische Verdachtsfälle bei der Bundeswehr registriert. Das berichtete die „Rheinische Post“ am Donnerstag unter Berufung auf Sicherheitskreise.

          Dabei zeigte sich demnach eine deutlich abnehmende Tendenz von 585 Fällen im Jahr 2010 auf 227 Fälle im vergangenen Jahr. In diesem Jahr ging der MAD bislang 104 rechtsextremistischen Verdachtsfällen nach. Der Verdacht habe sich allerdings nur in einem bis 7,2 Prozent der Fälle und damit in einem ganz geringen Teil erhärtet.

          Derzeit wird die Bundeswehr vom Skandal um den terrorverdächtigen Offizier Franco A. erschüttert. Der mutmaßlich rechtsextreme Oberleutnant hatte sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben und plante offenbar einen Anschlag.

          Neben Franco A. sind inzwischen auch ein Student sowie ein weiterer Soldat in Haft. In diesem Zusammenhang sorgte auch der Fund von Wehrmachts-Erinnerungsstücken wie Helmen oder Soldatenbildern in Kasernen für Aufsehen.

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