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Politische Positionierung : Söder will wieder auf die helle Seite der Macht

  • Aktualisiert am

Nach dem Willen von Markus Söder soll die CSU wieder für eine konstruktive Politik stehen. Bild: dpa

Die CSU ist von der letzten Wahlpleite und Personalquerelen gebeutelt: Parteichef Söder will nun durchstarten statt durchzuschnaufen. Den neuen Kurs der Partei beschreibt er sehr anschaulich – Sciene-Fiction-Fans lässt das aufhorchen.

          CSU-Chef Markus Söder will seine Partei wieder als konstruktive, optimistische politische Kraft positionieren. „Wir müssen wieder auf die helle Seite der Macht kommen“, sagte Söder am Montag zum Auftakt einer ganzen Reihe von CSU-Regionalkonferenzen in Ingolstadt. Die CSU wolle das Stigma ablegen, nicht konstruktiv und optimistisch zu sein, sie wolle moderner, jünger und weiblicher werden.

          Als Motto gab Söder aus: Durchstarten statt durchschnaufen. Zwar steckten der Partei noch die zurückliegenden schwierigen Jahre in den Knochen. Dennoch gehe es jetzt um Motivation und Inspiration: Motivation vor allem für die Europawahl Ende Mai. Dabei gehe es um viel mehr „als den normalen Schönheitswettbewerb von Parteien“, sondern es gehe um die Zukunft Europas als Institution und um die Frage, ob die Europäische Union handlungsfähig bleibe, betonte er.

          Inspiration bedeute, dass er die CSU-Mitglieder für kommende Aufgaben und Herausforderungen begeistern und „ein neues Wir-Gefühl“ entstehen lassen wolle. Deshalb auch die Regionalkonferenzen: Söder will die CSU in einem intensiven Dialog mit der Parteibasis neu aufstellen. Endgültig beschlossen werden soll die geplante Parteireform dann auf einem großen Parteitag im Oktober. Generalsekretär Markus Blume erklärte: „Wir wollen uns als Volkspartei neu profilieren.“

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