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CSU-Kommentar : Söder sorgt

Der designierte bayerische Ministerpräsident Markus Söder Bild: dpa

Noch nicht gewählt, aber schon ganz Ministerpräsident: Bayern first!

          Bayerische Eigenheimzulage, bayerisches Baukindergeld, bayerische Wohnungsbaugesellschaft, bayerische Grenzpolizei, bayerisches Asyl- und Abschiebungsamt – der designierte Ministerpräsident Söder lässt keinen Zweifel daran, dass er die Botschaften verstanden hat, die das bayerische Wahlvolk der CSU am Bundestagswahlsonntag übermittelte.

          Er präsentiert sich schon jetzt als der Pater patriae, der sich rastlos und rührend um die Bedürfnisse seiner Landeskinder kümmert: Sehet, Söder sorgt für Sicherheit in den Städten, für Ordnung an den Grenzen und für größtmöglichen Zugang zu den Bauplätzen! Bayern first eben.

          Dieser Devise folgte schon jeder Ministerpräsident in München, ohne vorher einen Intelligenztest gemacht haben zu müssen. Nicht alles an Söders Zehnpunkteplan ist reine Substanz, er enthält auch reichlich Symbolik. Auch die hat freilich Bedeutung.

          Entscheidend wird am bayerischen Wahlsonntag sein, wie viele Wähler dann das Gefühl haben, ihre Interessen würden von der CSU noch immer am besten vertreten. Söder verschwendet keine Zeit bei dem Versuch, die Bayern davon zu überzeugen.

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