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Umfrage zur Kanzlerkandidatur : Mehr als die Hälfte will Kanzler Söder

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Den Atem des Gegners im Nacken: Armin Laschet, dahinter Markus Söder. Bild: dpa

Dem CSU-Chef wird die Kanzlerkandidatur eher zugetraut als dem CDU-Vorsitzenden. Zugleich wird die Arbeit der Bundesregierung schlechter bewertet. Erstmals seit Beginn der Pandemie überwiegt die Unzufriedenheit.

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          Vor der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union liegt der CSU-Vorsitzende Markus Söder in der Gunst der Bevölkerung weiter deutlich vor CDU-Chef Armin Laschet. Nach dem jüngsten ARD-„Deutschlandtrend“ von Infratest dimap sind 54 Prozent der Befragten der Ansicht, dass Söder ein guter Kanzlerkandidat wäre, das sind drei Prozentpunkte mehr als Mitte März. Bei Laschet hingegen sind nur 19 Prozent dieser Meinung (minus drei Prozentpunkte).

          Die Arbeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird insgesamt weiter positiv bewertet, allerdings verliert auch sie an Zustimmung. Mit ihrer Arbeit sind 58 Prozent der Befragten sehr zufrieden oder zufrieden – das sind sechs Prozentpunkte weniger als noch Anfang März. Zugleich handelt es sich um den niedrigste Zustimmungswert seit März 2020.

          Auch die Zufriedenheit mit der gesamten schwarz-roten Koalition im Bund fällt auf den niedrigsten Wert seit Ausbruch der Pandemie im vorigen Jahr. Aktuell sind 35 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden. Das sind 15 Prozentpunkte weniger als Anfang März. Erstmals seit März 2020 überwiegt damit in der Bevölkerung wieder die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung. Auch in einer Allensbach-Umfrage im Auftrag der F.A.Z. gab es für die Regierung schlechte Noten.

          Zugleich müsste sich die Union mit deutlich weniger Wählerstimmen zufriedengeben. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, käme die CDU/CSU laut der Umfrage nur noch auf 27 Prozent (minus sieben Punkte im Vergleich zum 4. März 2021). Die SPD erreicht demnach unverändert 16 Prozent. Die Grünen legen zwei Punkte zu und erzielen 22 Prozent. Die FDP landet mit zwei Prozentpunkten mehr bei neun Prozent. AfD und Linke bleiben unverändert bei elf beziehungsweise sieben Prozent.

          Die verwendeten Daten stammen von einer Telefon- und Online-Umfrage zwischen dem 29. und 30. März, 1348 Befragte haben teilgenommen. Die statistische Fehlertoleranz wurde mit zwei bis drei Prozentpunkten angegeben. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

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