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Früher als im Bund : Söder kündigt Freigabe aller Corona-Impfstoffe in Arztpraxen an

  • Aktualisiert am

Plant weitere Lockerungen: Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, hier am 29. April bei einer Pressekonferenz in der CSU-Parteizentrale in München Bild: dpa

Man werde „im Laufe der nächsten Woche“ die Priorisierung bei den Hausärzten aufheben, sagte der bayerische Ministerpräsident. In den Impfzentren soll es bei den Priorisierungen bleiben. Auch Baden-Württemberg will von Montag an so vorgehen.

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          Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Freigabe aller Corona-Impfstoffe bei Hausärzten angekündigt. Man werde „im Laufe der nächsten Woche“ die Priorisierung bei den Hausärzten aufheben, sagte Söder am Mittwoch nach einer CSU-Fraktionsklausur im Landtag in München. Die Ärzte brauchten aber noch etwas Zeit, sich vorzubereiten. In den Impfzentren soll es laut Söder bei dem bisherigen Verfahren mit Priorisierungen bleiben. Auch Baden-Württemberg teilte am Mittwoch mit, die Impfpriorisierung in Hausarztpraxen kommende Woche aufzuheben und sie in den Impfzentren beizubehalten.

          Die Hausärzte warnten dagegen vor wachsenden Spannungen durch aggressive Impfdrängler. „Der Druck auf die Impfzentren und die Arztpraxen wächst. Die Impfdrängler werden fordernder“, sagte die Vize-Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Anke Richter-Scheer, der Funke Mediengruppe. Etliche Bundesländer und die Bundesregierung hatten mit Blick auf mehrere Millionen bisher nicht geimpfte Angehörige der Risikogruppen vor einer zu frühen Aufgabe der Priorisierung gewarnt.

          Söder kündigt nächste Öffnungsschritte an

          Bislang sind lediglich die Impfstoffe von AstraZeneca und Johnson&Johnson unabhängig von der Priorisierung freigegeben. Für die anderen Impfstoffe hatte dies der Bund für Juni in Aussicht gestellt – Bayern hatte aber angekündigt, hier schneller agieren zu wollen.

          Söder kündigte am Mittwoch auch die nächsten Öffnungsschritte für Bayern an: In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 sollen ab dem 21. Mai Freibäder unter Auflagen wieder öffnen dürfen, nämlich mit Tests und Termin-Slots. Ebenso sollen demnach in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz unter 100 ab dem 21. Mai Kulturveranstaltungen im Freien erlaubt werden, mit bis zu 250 Personen, mit fester Bestuhlung, mit Tests und Hygienekonzepten. Nach Pfingsten werde man überprüfen, welche Möglichkeiten es für weitere Innenbereiche geben, etwa die Innengastronomie, sagte Söder.

          „Wir haben es in der Summe echt gut gemacht“, sagte Söder nach Teilnehmerangaben in seiner Rede vor den CSU-Landtagsabgeordneten. Man habe sich nicht geirrt in der Strategie der Vorsicht und Umsicht, betonte der CSU-Vorsitzende.

          Auch zu den Beratungen mit der Schwesterpartei CDU über das gemeinsame Bundestagswahlprogramm äußerte sich Söder. Am 20. und 21. Juni wollten sich die Präsidien der Parteien in Berlin treffen, um das gemeinsame Regierungsprogramm zu erstellen. Ob die Arbeit am Wahlprogramm an den beiden Tagen bereits abgeschlossen werden kann, ist dem Vernehmen nach aber noch unklar.

          Söder betonte, es werde ein echt „schweres Regierungsprogramm. Das ist so ein Flugzeugträger“. Daneben werde es von der CSU noch ein „Schnellboot“ mit „speziellen Mobilisierungsideen“ geben.

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