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F.A.Z. Exklusiv : So viel Geld überweisen die deutschen Katholiken an den Vatikan

Vatikanstadt: Menschen versammeln sich auf dem Petersplatz, während Papst Franziskus am 17. April das Ostermontagsgebet spricht. Bild: dpa

Wie groß die Summen sind, die die deutschen Bistümer als „Peterspfennig“ an den Vatikan überweisen, war bislang nur ungefähr bekannt. Die F.A.Z. hat erstmals die Gesamtsumme ermittelt.

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          An diesem Sonntag sind die Katholiken in Deutschland und in aller Welt wieder zu einer monetären „Geste ihrer Verbundenheit mit den vielfältigen Aufgaben des Nachfolgers Petri“ aufgerufen: In allen Gottesdiensten wird die Kollekte für den sogenannten Peterspfennig gehalten. Wer in den vergangenen Jahren allerdings wissen wollte, welchen Betrag diese Spendensammlung für den Papst deutschlandweit er­brachte, wartete vergeblich auf eine Ges­te der Transparenz; der Vatikan schwieg, die Deutsche Bischofskonferenz gab nur ungefähre Auskünfte, und die meisten Bistümer veröffentlichten das Kollektenergebnis allenfalls im Amts­blatt. Überhaupt wurde über die deutschen Geldflüsse in den Vatikan nicht gern geredet. Recherchen der F.A.Z. machen es nun erstmals möglich, annäherungsweise den Gesamtbetrag zu ermitteln, den die deutschen Katholiken nach Rom überweisen: Es sind rund zehn Millionen Euro.

          Thomas Jansen
          Redakteur in der Politik.

          Bemerkenswerterweise war es der Va­tikan, der jüngst zum ersten Mal die Erträge der Peterspfennig-Kollekte aus den Hauptgeberländern bezifferte; aus Deutschland kamen demnach 2,4 Millionen Euro. Spenden der Gläubigen waren das allerdings nur ungefähr zur Hälfte: Würden die Bistümer lediglich den Be­trag überweisen, den die Gottesdienst­besucher in Klingelbeutel oder Körbchen werfen, würde der Vatikan nicht einmal halb so viel Geld bekommen. Die meisten Bistümer legen ungefähr noch einmal die gleiche Summe dazu. Die Peterspfennig-Kollekte macht ohnehin nur einen Teil der deutschen Überweisungen nach Rom aus. Den größten Posten bildet die freiwillige Abgabe der Bistümer. Die Bischöfe sollten „aufgrund des Bandes der Einheit und der Liebe“ gemäß ihren Möglichkeiten dazu beitragen, dass der Vatikan seinen Dienst gegenüber der Weltkirche zu leisten vermag, heißt es im kirch­lichen Gesetzbuch.

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