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Vorbild für Ankerzentren? : So kommt Berlin jetzt mit den Flüchtlingen klar

Antrag nach dem Antrag: Ein afghanisches Ehepaar bittet in Berlin um Asyl. Bild: dpa

Berlin hat das Chaos bei der Aufnahme von Flüchtlingen in den Griff bekommen. Und sieht sich schon auf dem Weg zum Musterschüler.

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          Die gläsernen Schalter im Erdgeschoss zeugen noch davon, dass dies einmal der Kassenraum einer Bank war. Die Landesbank Berlin ging vor 17 Jahren in einem vielbeschriebenen Skandal unter. Nun soll das Gebäude in der Bundesallee 171 im Berliner Bezirk Wilmersdorf dafür stehen, dass ein anderer Skandal überwunden ist. Denn im Herbst 2015 stand Berlin für das Versagen der Behörden in der Flüchtlingskrise. Jeden Tag warteten Hunderte Menschen aus Syrien, dem Irak oder Afghanistan vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales vergeblich auf einen Termin, übernachteten auf der Straße und konnten nur durch den Einsatz freiwilliger Helfer vor Hunger und Kälte geschützt werden.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Diese Zeiten sind vorbei. Heute sitzen nur noch wenige Flüchtlinge in der großen Eingangshalle der ehemaligen Bank auf braunen Sitzen, die vom nicht fertiggestellten Flughafen BER hergebracht wurden. Hier ist nun das Berliner Ankunftszentrum für Flüchtlinge, der Mediendienst Integration hat einen Termin für Journalisten organisiert. Vom ersten Anlaufpunkt im Hangar in Tempelhof werden die Flüchtlinge mit dem Bus in das Zentrum gebracht, in dem mehrere Behörden zusammenarbeiten. Zu ihnen gehört die Berliner Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), das dieser Tage durch Berichte über Missbrauch und mutmaßliche Korruption in seiner Außenstelle in Bremen im Mittelpunkt einer bundesweiten Debatte steht. Manche Politiker rufen schon nach einem Untersuchungsausschuss des Bundestags.

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