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Skandale in Spezialeinheit : Wird das KSK aufgelöst?

Bundeswehrsoldaten des KSK trainieren den Häuserkampf und eine Geiselbefreiung. Bild: dpa

Jahrelang hat das KSK offenbar Rechtsextreme in seinen Reihen geduldet. Ein Brief aus dem Innern der Spezialeinheit erschüttert Einheit und Politik. Nun heißt es: Reform oder Auflösung?

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          Ist das Kommando Spezialkräfte (KSK) noch zu reformieren, oder muss es weg? Mit dieser Frage befasste sich am Mittwoch der Verteidigungsausschuss des Bundestags. Es ging um die Zukunft einer Spezialeinheit der Bundeswehr, rund 1000 Mann und wenige Frauen, die im württembergischen Calw stationiert ist. Ihre Aufgabe ist die Rettung deutscher Staatsbürger aus akuter Bedrohung im Ausland, der verborgene Kampf gegen Gegner an allen Orten der Welt. Die Einsätze sind sehr riskant und streng geheim, es sollen allerdings in den vergangenen Jahren immer weniger gewesen sein.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Diese Truppe, die schlagkräftigste der ganzen Bundeswehr, fällt immer wieder durch rechtsextreme Bestrebungen Einzelner auf. Die Skala reicht vom dümmlichen Schweinekopfweitwurf und Hitler-Gruß-Zeigen bei Partys bis hin zum geheimen Waffenlager eines rechtsextremen Kommando-Kämpfers und zu Netzwerken von Verfassungsfeinden. Je genauer erst die Medien, dann einzelne Abgeordnete und schließlich das Verteidigungsministerium hinsahen, desto brauner wurde, was man aus dem trüben Teich in Calw fischte. Es seien immer noch Einzelfälle, sagte der damalige Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels (SPD) vor ein paar Monaten, allerdings deutlich zu viele.

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