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Frankenberger fragt : Sind für Deutschland die goldenen Tage vorbei, Christoph Heusgen?

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Christoph Heusgen, langjähriger Sicherheitsberater Angela Merkels und zuletzt vier Jahre Botschafter Deutschlands bei den UN, im Juli 2020 in New York Bild: dpa

Auf die künftige Bundesregierung wird außen- und sicherheitspolitisch einiges zukommen. Die Erwartungen an Deutschland sind hoch. Doch kann es ihnen gerecht werden? Wir fragen Christoph Heusgen, bis Juni deutscher UN-Botschafter.

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          Man hat es oft gelesen: Die Welt wird ungemütlich, der Kampf der „Elefanten“ um die Vorherrschaft im 21. Jahrhundert wird schärfer, das Klima rauher. Davon ist natürlich auch Deutschland betroffen, sein Wohlstand und seine Sicherheit; das ist nicht zuletzt deshalb so, weil es in der Europäischen Union nicht gerade rund läuft und gefährliche Spaltungslinien offen zutage liegen. In ihrer Nachbarschaft ist die EU von einem riesigen Krisengürtel umsäumt.

          Auf die künftige Bundesregierung wird daher außen- und sicherheitspolitisch einiges zukommen – „einiges“ ist dabei eine Untertreibung. Blickt man auf die 16 Jahre der Kanzlerschaft Angela Merkels zurück, so hat es während dieser Zeit keinen Mangel an Krisen gegeben. Warum sollte das künftig anders werden, da doch die Großmachtkonflikte zurückgekehrt sind – und zwar mit voller Wucht – und alte Gewissheiten, etwa was die Rolle der Vereinigten Staaten anbelangt, sich aufzulösen scheinen.

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