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SPD-Chef : Gabriel will sich um die RTL-Gucker kümmern

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Sigmar Gabriel am Dienstagabend in Berlin Bild: dpa

Um die Kluft zwischen Bürgern und Politikern zu verringern, ruft der SPD-Chef seine Partei dazu auf, im Wahlkampf nicht übermäßig politisch korrekt zu sein. Eine einfachere Sprache sei wichtig, um „kulturelle Distanzen“ zu überwinden.

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          SPD-Chef Sigmar Gabriel will die Kluft zwischen Bürgern und Politikern verringern, damit es bei der Bundestagswahl kein böses populistisches Erwachen wie in den Vereinigten Staaten gibt. Dort hatte Donald Trump auch gewonnen, weil die amerikanischen Wähler dem Establishment die Rote Karte zeigten. In einer Sitzung der SPD-Bundestagsfraktion beklagte Gabriel nach Teilnehmerangaben nun „kulturelle Distanzen“ und zu viel Political Correctness im Dialog mit den Bürgern. Auch dadurch seien manche Erfolge der SPD verschütt gegangen.

          Den eigenen Abgeordneten riet er, sich vorzustellen, wie bei einer Veranstaltung ein Mann aufstehe und sage, er gucke gerne den Fernsehsender RTL. In politischen Debatten sei dann schnell von „Unterschichtenfernsehen“ die Rede. Wenn der Mann auch noch „Ausländer“ und nicht „Menschen mit Migrationshintergrund“ sage, sei gleich was los, weil das nicht dem Gender-Sprachgebrauch entspreche, meinte Gabriel.

          Es gebe im Leben solche kulturelle Distanzen, „die sind entstanden, ohne dass es jemand wollte“. Die SPD sollte im anstehenden Wahlkampf darauf achten, Menschen mit ihren eigenen Lebensvorstellungen nicht aus dem Blick zu verlieren - „auch wenn sie nicht in den Berliner Mainstream passen“, so der Vizekanzler und mögliche SPD-Kanzlerkandidat.

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