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Sieg in CDU-Hochburg : Erste grüne Landrätin in Osnabrück

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Überraschend gewonnen: Anna Kebschull (Grüne) ist neue Landrätin in Osnabrück Bild: dpa

In Osnabrück können die Grünen gleich zwei Erfolge feiern: Anna Kebschull hat die Vormacht der CDU überraschend gebrochen – und sie ist die erste Frau ihrer Partei, die an der Spitze eines Landkreises steht.

          Anna Kebschull (Grüne) hat überraschend die Landratswahl in Osnabrück gewonnen. 52,2 Prozent der Wähler stimmten am Sonntag bei der Stichwahl für sie. Auf Amtsinhaber Michael Lübbersmann (CDU) entfielen 47,8 Prozent der Stimmen.

          Damit ist die 45 Jahre alte Politikerin die erste Landrätin der Grünen in Deutschland. Und sie ist jetzt nicht nur Spitze des Landkreises, sondern hat auch die CDU-Vormacht in Osnabrück gebrochen. Seit 1949 stellte die Partei dort alle Landräte.

          Bislang hätten nach Parteiangaben nur zwei Politiker der Grünen eine Landratswahl gewonnen – und zwar in Bayern. Seit 2014 stehen Jens Marco Scherf und Wolfgang Rzehak an der Spitze eines Landkreises, Scherf im unterfränkischen Landkreis Miltenberg, Rzehak im oberbayerischen Landkreis Miesbach.

          Nach Ansicht der niedersächsischen Parteiführung der Grünen habe der Sieg von Kebschull auch Signalwirkung für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover. „Anna Kebschulls Wahl gibt uns Auftrieb für weitere kommunale Erfolge; gerade auch für die Oberbürgermeisterwahl in Hannover haben wir jetzt sehr gute Chancen“, sagte die niedersächsische Landesvorsitzende Anne Kura der Deutschen Presse-Agentur.

          Kebschull habe den Willen der Bevölkerung zur Veränderung gut aufgenommen und sei regional auf ähnliche Weise wie Belit Onay, der Oberbürgermeister-Kandidat der Grünen in Hannover, gut verankert. Am 27. Oktober wählt Hannover ein neues Stadtoberhaupt.

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