https://www.faz.net/-gpf-9qm8n

Einsätze der Bundeswehr : Die Doktrin des Wegduckens

Auslaufmodell? Ein deutscher Soldat auf Patrouille im Norden Afghanistans (Archivbild) Bild: AFP

Krisen und Kriege werden nicht weniger. Das deutsche Engagement schon. Selbst minimale Einsätze sorgen in Berlin inzwischen für Streit.

          3 Min.

          Deutschland sollte mehr Verantwortung übernehmen, seine Interessen verteidigen und Europa stärken. Gleichgültigkeit sei keine Option. Fünfeinhalb Jahre sind vergangen, seit der Bundespräsident, ein sozialdemokratischer Außenminister und die christlich-demokratische Verteidigungsministerin gemeinsam geworben haben für mehr deutsches Engagement in der internationalen Politik, auch militärisch. Bundespräsident Gauck sagte damals, Deutschland müsse sich „früher, entschiedener und substantieller“ für den Erhalt der Weltordnung engagieren, aus der das Land selbst einen immensen Nutzen ziehe. 

          Was ist daraus geworden? Der innere Zusammenhang zwischen dem Kampf gegen den „Islamischen Staat“ (IS) in Syrien oder Mali und sicheren Straßen in Dresden oder München ist den meisten Deutschen weiterhin schleierhaft. Viele wollen nicht wahrhaben, dass eine Blockade der Straße von Hormuz etwas anderes ist als ein Stau auf der Autobahn 4. Putins Russland finden viele besser als Trumps Amerika. Neu daran ist, dass nun neben der Linkspartei und der AfD auch die SPD daraus parteipolitischen Gewinn ziehen will. 

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Müller? Boateng? Hummels? Bundestrainer Joachim Löw schraubt derzeit an seinen Formulierungen zum Thema.

          Rückkehrer für DFB-Team : Die Verrenkungen des Joachim Löw

          Um die Form von Müller, Boateng und Hummels muss man sich keine Sorgen machen. Es ist der Bundestrainer, der in Form kommen muss, wenn es in diesem Sommer bei der Fußball-EM etwas werden soll.