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Nach Attentat von Nizza : Sicherheitskonzepte deutscher Volksfeste werden überprüft

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Bei der Rheinkirmes in Düsseldorf werden vier Millionen Gäste erwartet. Bild: dpa

Am Wochenenende beginnt eines der größten Volksfeste Deutschlands: die Rheinkirmes in Düsseldorf. Die Verantwortlichen überprüfen jetzt das Sicherheitskonzept. Auch beim Münchner Oktoberfest könnte sich etwas ändern.

          Nach dem Anschlag in Nizza diskutieren deutsche Kommunen die Sicherheitskonzepte bevorstehender Volksfeste. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kündigte am Freitag an, das Sicherheitskonzept des Oktoberfestes überprüfen zu wollen. Zwar gehöre das Durchbrechen von Sperren mit Lastwägen schon seit Jahren zu denkbaren Anschlagsszenarien, gegen die man sich gewappnet habe. Das Ganze müsse aber nun „sicherlich noch einmal neu überdacht werden“.

          Im Rheinland sind für das Wochenende zwei große Volksfeste geplant. Mit der Rheinkirmes in Düsseldorf beginnt das größte Volksfest des Bundeslandes, in Köln findet am Samstag das Feuerwerksspektakel „Kölner Lichter“ statt. Beide Veranstaltungen werden nicht abgesagt, teilten die Veranstalter mit. Auch das Feuerwerk zum Auftakt der Veranstaltung in Düsseldorf wird am Freitag gezündet, „als Zeichen der Lebensfreude, die wir uns nicht nehmen lassen“, teilte der Chef des Schaustellerverbands Oliver Wilmering mit. Die Veranstalter rechnen in der kommenden Woche mit vier Millionen Besuchern. 

          NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) nahm das Attentat in Nizza zum Anlass, die geplanten Polizeieinsätze bei den Großereignissen nochmals zu überprüfen. Wo erforderlich, werde die Präsenz verstärkt. „Die Terroristen wollen uns ein Angstdiktat aufdrücken“, stellte der Minister fest. „Das werden wir nicht zulassen.“ Tatsächlich schütze die NRW-Polizei gefährdete Objekte und Großveranstaltungen schon seit längerem intensiv. Richtig sei trotzdem, dass der Terror jeden an jedem Ort treffen könne.

          In Köln werden die Sicherheitsvorkehrungen nachgerüstet. „Abgestellte Großfahrzeuge der Polizei werden an sechs Sperrstellen ein Eindringen von Lastwagen in den Veranstaltungsraum verhindern“, teilte die Kölner Polizei mit. Zudem sei eine weitere Einsatzhundertschaft eingeplant worden.

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