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Showdown im KSK : Eine Eliteeinheit kämpft mit sich selbst

Das Schiess- und Ausbildungszentrum des KSK in Calw nach einer Übung der inzwischen aufgelösten zweiten Kompanie im Jahr 2017. Bild: Jonas Ratermann/laif

Die Stunde der Bewährung für das Kommando Spezialkräfte rückt näher. Bekommt die Truppe ihr Problem mit dem Rechtsextremismus in den Griff?

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          Für die Soldaten des Kommandos Spezialkräfte ist es wohl der schwerste Einsatz, in den sie je ziehen mussten. Die Feinde sind diesmal nicht Terroristen in Afghanistan oder in Afrika, sondern Rechtsextreme in den eigenen Reihen. „Nicht unterbeschäftigt“ sei man, so fasst es ein Soldat ironisch zusammen. Drei Monate hatten die Männer Zeit, um jeden Winkel ihres Verbandes auszuleuchten, Rechtsextreme zu enttarnen und alte, verkrustete Strukturen aufzubrechen. „Sollten die Selbstreinigungskräfte des KSK nicht hinreichend Wirkung zeigen“, so hatte die Verteidigungsministerin im Juli gedroht, „wird sich unausweichlich die Frage stellen, ob das KSK in seiner jetzigen Form erhalten bleiben kann.“ Stichtag ist der 31. Oktober. Dann will Annegret Kramp-Karrenbauer ein erstes Zeugnis ausstellen. Reichen die Bemühungen der Soldaten, um sie zu überzeugen?

          Lorenz Hemicker
          Livia Gerster

          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Aus dem KSK selbst ist dazu offiziell wenig zu hören. Kommandeur Markus Kreitmayr hat die Truppe darauf eingeschworen, bloß nicht mit Journalisten zu reden. Dafür sprechen andere, die in den vergangenen Wochen vor Ort waren, über ihre Eindrücke. Und das tun sie über alle Parteigrenzen hinweg mit Respekt. „Die Mehrheit hat den Ernst der Lage erkannt“, sagt etwa der Verteidigungspolitiker Thomas Hitschler von der SPD. Der Grüne Tobias Lindner ist „durchaus verhalten optimistisch“.

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