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Sexueller Missbrauch : Staatsanwalt erhebt Anklage gegen Ettaler Mönch

  • Aktualisiert am

Blick auf die Kloster- und Pfarrkirche von Kloster Ettal im Landkreis Garmisch-Partenkirchen Bild: dpa

Nach Informationen der F.A.Z. hat die Staatsanwaltschaft gegen einen Mönch des bayerischen Benediktinerklosters Ettal Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben. Der Angeklagte war 2005 von Bayern nach Sachsen versetzt worden.

          Die Staatsanwaltschaft München hat nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Freitagsausgabe) gegen einen Mönch des oberbayerischen Benediktinerklosters Ettal Anklage wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern erhoben. Bei dem Angeklagten handelt es sich nach Informationen der F.A.Z. um einen Benediktinerpater, der 2005 von Bayern nach Sachsen versetzt worden war. Zuvor war der Geistliche, der auch an dem Klostergymnasium unterrichtete, in den Verdacht sexueller Verfehlungen geraten.

          Diese bestätigten sich in einer internen Untersuchung angeblich nicht. Als auch ein renommierter Psychiaters den Geistlichen entlastete, wurde der Benediktiner wieder mit Aufgaben in der Seelsorge betraut, berichtet die F.A.Z.. Der Missbrauchbeauftragte der Erzdiözese München und Freising erfuhr von den Vorgängen im Jahr 2005 erst im Februar 2010. Der Münchner Erzbischof drängte Abt und Schulleiter daraufhin zum Rücktritt. Der Vatikan sah indes keine Anzeichen für ein Fehlverhalten der Oberen und rehabilitierte sie umgehend. Der Strafverteidiger des Benediktiners zeigte sich gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von der Unschuld seines Mandanten überzeugt.

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