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Sexuelle Übergriffe : Auch Flüchtlinge unter den Verdächtigen

  • Aktualisiert am

Festnahme eines Verdächtigen durch die Kölner Polizei Bild: dpa

Rund um den Hauptbahnhof wurden Medienberichten zufolge auch Asylbewerber kontrolliert und kurzfristig festgenommen. Kölner Polizisten und Gewerkschafter werfen ihren Vorgesetzten vor, die Wahrheit zu verschweigen.

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          An den schweren sexuellen Übergriffen an Silvester in Köln haben sich nach Angaben der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) womöglich auch Flüchtlinge beteiligt. „Wir haben auch Erkenntnisse darüber, dass sich darunter auch Flüchtlinge befunden haben“, sagte Gewerkschaftschef Ernst G. Walter in der ARD. Ob diese zu den Haupttätern gehörten,  müssten nun die Ermittlungen zeigen.

          In mehreren Medienberichten widersprechen mittlerweile Kölner Polizisten und Polizei-Gewerkschafter den Darstellungen ihrer Vorgesetzten und denen von Politikern. Teilweise wird auch der Vorwurf erhoben, die Wahrheit aus politischen Gründen zu verschweigen.

          „Dass angeblich nichts auf Flüchtlinge als Täter hindeutet, halte ich für eine Falschmeldung. Den Kollegen zufolge wurden von mehreren der kontrollierten Männer Meldebescheinigungen des Bundesamts für Migration vorgelegt. Da waren ganz sicher Flüchtlinge unter den Tätern“, sagte Arnold Plickert, Vorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen der „Welt am Sonntag“. Allerdings gibt es weiterhin keine wirklichen Beweise dafür, dass Flüchtlinge zu den Haupttätern der Silvesternacht gehören.

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          Einem Bericht der Zeitung zufolge wurden entgegen früheren Meldungen jedoch mehrere Flüchtlinge rund um den Hauptbahnhof kurzfristig festgenommen oder kontrolliert, weil sich diese auffällig verhalten hätten.  „Es wurden, anders als öffentlich dargestellt, sehr wohl von zahlreichen Personen die Personalien aufgenommen", zitiert das Blatt einen Beamten.

          Anders als von ihren Vorgesetzten behauptet, soll es sich bei den Männern rund um den Dom nicht vornehmlich um Nordafrikaner gehandelt haben. Viele der kontrollierten Personen seien Syrer gewesen.  „Die meisten waren frisch eingereiste Asylbewerber. Sie haben Dokumente vorgelegt, die beim Stellen eines Asylantrags ausgehändigt werden“, zitiert das Blatt einen Beamten.

          Vermutungen zielten darauf, dass es sich bei den Tätern um nordafrikanische junge Männer handelt, weil diese in Köln schon seit über einem Jahr als kleinkriminelle Problemgruppe bekannt sind.

          „Es ging um sexuelles Amüsement“

          Den Angaben der Polizisten soll es vielen Männern auf dem Domplatz allerdings auch nicht um Diebstahl gegangen sein. „Vorrangig ging es den meist arabischen Tätern um die Sexualstraftaten oder, um es aus ihrem Blickwinkel zu sagen, um ihr sexuelles Amüsement. Ein Gruppe von Männern umkreist ein weibliches Opfer, schließt es ein und vergreift sich an der Frau“, zitiert das Blatt einen Polizisten.

          Einem Bericht des „Kölner Stadt-Anzeigers“ soll von der Polizeiführung bewusst verschwiegen sein worden, dass sich rund um den Hauptbahnhof viele Flüchtlinge aufgehalten haben. Die Lokalzeitung beruft sich dabei auf die Angaben von Gewerkschaftern, die nicht namentlich genannt werden.

          Demnach soll noch in der ersten polizeiinternen Abschlussmeldung des Einsatzes der verantwortliche Dienstgruppenleiter die Herkunft bewusst nicht genannt haben, obwohl der Einsatzleiter des Silvestereinsatzes darauf gedrängt haben soll.  Mit der sinngemäßen Begründung, dies sei „politisch heikel“, soll laut „Stadt-Anzeiger“ der Dienstgruppenleiter dann darauf verzichtet haben.

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