Sexuelle Gewalt und die Kirche :
Den Institutionen ausgeliefert

Von Lars Castellucci
Lesezeit: 6 Min.
Aus Anlass der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz ist die Plastik des Künstlers Jacques Tilly bis Donnerstag in Fulda zu sehen. Im März (unser Bild) stand sie vor dem Kölner Dom.
Ohne die Kirchen kann es keine Aufklärung und keine Aufarbeitung geben. Beides wird aber nur gelingen, wenn die Unabhängigkeit dieser Prozesse endlich gewährleistet ist. Ideen gibt es mehr als genug. Ein Gastbeitrag.

Sexualisierte Gewalt gehört zu dem Schlimmsten, was Kindern und Jugendlichen angetan werden kann. Dies gilt besonders dann, wenn die Täter enge Bezugspersonen sind, ob in der Familie oder im Freundeskreis, in Bildungs- oder Jugendhilfeeinrichtungen, im Verein oder im Raum der Kirchen. Der Gesetzgeber und auch viele Organisationen sind in den vergangenen Jahren tätig geworden, Gesetze wurden verschärft, Institutionen geschaffen. Besonders auf dem Feld der Prävention wurde massiv investiert. Doch die Zahlen sinken nicht, im Gegenteil. Vor allem im Internet tun sich immer neue Abgründe auf.

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