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Sexuelle Gewalt : Giffey fordert mehr Hilfe für misshandelte Frauen

  • Aktualisiert am

Bundesfamilienministerin Giffey (SPD) Bild: dpa

„Jede dritte Frau in Europa ist Gewalt ausgesetzt“, beklagt die Bundesfamilienministerin. In Deutschland gebe es viel zu wenig Zufluchtsorte, um Frauen aufzufangen, die von Gewalt bedroht sind. Das will sie ändern.

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          Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will stärker gegen Gewalt an Frauen vorgehen. „Der Staat muss dafür sorgen, dass es genügend Angebote gibt, um Frauen in Gewaltsituationen aufzufangen“, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. In Deutschland gebe es aktuell viel zu wenige Zufluchtswohnungen und Frauenhäuser. Das Ziel müsse sein, Frauen dauerhaft aus einer Gewaltsituation zu befreien.

          „Jede dritte Frau in Europa ist Gewalt ausgesetzt“, beklagte Giffey. In Deutschland seien die Zahlen ähnlich. Die Kriminalstatistik verzeichne jährlich allein mehr als 100.000 Fälle von Gewalt durch Partner oder ehemalige Partner, mit steigender Tendenz. „Das können wir nicht einfach so hinnehmen.“

          Giffey forderte: „Wir brauchen ein Aktionsprogramm gegen Gewalt an Frauen und ihren Kindern.“ Der Bund wolle dazu gemeinsam mit Ländern und Kommunen ein Konzept erstellen. Das Thema solle zudem bei der Frauen- und Gleichstellungsministerkonferenz im Juni auf der Tagesordnung stehen und spiele auch bei den laufenden Haushaltsberatungen eine Rolle.

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