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Senioren und Corona : Die Angst, den letzten Frühling zu verpassen

Eingeschränkte Bewegung: Senioren sollen mobil sein - das wird in der Coronakrise zum Problem. Bild: Reuters

Die Angst ist groß, dass das Coronavirus in Pflegeheime eindringt. Die Patienten sind geschwächt und die Einrichtungen haben zu wenig Schutzausrüstung. Und es gibt noch ein Problem: renitente Senioren.

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          Mehrmals hat Susanne Freund zur Bewohnerversammlung eingeladen, und einen Brief hat sie auch geschrieben. Schon sehr oft also hat sie den Bewohnern der Seniorenresidenz erklärt, warum sie jetzt im Haus bleiben und keine Einkäufe und Spaziergänge mehr machen sollten. Und warum auch Freunde und Angehörige sie jetzt nicht besuchen sollten.

          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

          Doch der Ernst der Corona-Pandemie ist offensichtlich nicht jedem klar. Für viele Senioren sei Corona ein unsichtbarer Feind, sagt Susanne Freund, die eine Seniorenresidenz in Wuppertal leitet. Viele zeigten sich uneinsichtig, sie glaubten, für sie würden die Einschränkungen nicht gelten. Freund hat Verständnis für die Bewohner. Manche hätten nun zu Recht Angst, ihren letzten Frühling zu verpassen.

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