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Aufnahme von Migranten : Mehrheit der Deutschen gegen Seehofer-Pläne

  • Aktualisiert am

Seenotretter der SOS Mediterranee halten im September Rettungswesten für die in Seenot geratenen Migranten bereit. Bild: dpa

Mehr als fünfzig Prozent der Deutschen wollen nicht ein Viertel der Migranten aufnehmen, die von Seenotrettern auf dem Mittelmeer gerettet und nach Italien gebracht wurden. Das war der Vorschlag von Horst Seehofer im europäischen Rahmen.

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          Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich einer Umfrage zufolge gegen den Vorschlag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) zur Verteilung von auf dem Mittelmeer geretteten Flüchtlingen aus. 30 Prozent der Befragten lehnen den Vorschlag des Innenministers „voll und ganz“ ab, ein Viertel der aus der Seenot Geretteten aufzunehmen, wie eine Umfrage im Auftrag des „RedaktionsNetzwerks Deutschland“ ergab. 24 Prozent gaben demnach an, den Vorschlag „eher“ abzulehnen.

          Mit 23 Prozent gaben etwas weniger der Befragten an, das Vorhaben des Innenministers „eher“ zu befürworten. „Voll und ganz“ befürworten demnach elf Prozent der Deutschen den Plan. Zwölf Prozent der Befragten antworteten mit „weiß nicht“. Das Meinungsforschungsinstitut YouGov hat 2000 Deutsche im Alter von mehr als 18 Jahren befragt.

          Seehofers Vorschlag, den er vor einem Treffen der EU-Innenminister im September auf Malta geäußert hatte, bezieht sich auf Flüchtlinge, die nach einer Seenotrettung in Italien an Land gegangen sind. Nach Angaben des Innenministers hat Deutschland bereits nach derzeitiger Praxis zugesagt, ein Viertel der Geretteten aufzunehmen. Bei dem Treffen auf Malta einigte sich Seehofer mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Italien und Malta auf ein sogenanntes kontrolliertes Notfallverfahren. Die Vereinbarung wird nun den anderen EU-Staaten vorgelegt.

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