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Bündnis „United 4 Rescue“ : Genug Spenden für kirchliches Seenotrettungsschiff

  • Aktualisiert am

Ein überfülltes Boot mit Migranten im September 2019 auf dem Mittelmeer Bild: AP

Noch im Januar will das Bündnis „United4Rescue“, dem unter anderem die Evangelische Kirche angehört, das frühere Forschungsschiff „Poseidon“ erwerben. Dieses soll dann der Seenotrettung im Mittelmeer dienen.

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          Die evangelische Kirche und andere Organisationen haben die erste Hürde für ihr geplantes Seenotrettungsschiff genommen. Das Bündnis „United 4 Rescue“ habe bereits genug Spenden gesammelt, um bei der Ersteigerung eines Schiffes zur Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer mitbieten zu können, sagte der Sprecher des Bündnisses, Joachim Lenz, am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst in Kiel.

          Am Kieler Ostufer besichtigte am Donnerstag eine Delegation mit Vertretern der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) das Forschungsschiff „Poseidon“, das Ende Januar in einer Auktion verkauft werden soll. Das Schiff war bislang für das Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung im Einsatz. Ob das Bündnis den Zuschlag erhält, ist aber noch ungewiss. Das Bündnis rechnet mit Kosten von rund einer Million Euro.

          „United 4 Rescue“ hat derzeit rund 150 Mitglieder. Darunter sind neben der EKD Organisationen wie die AWO, Diakonische Werke und Landeskirchen sowie einzelne Kirchengemeinden und Privatpersonen wie Wim Wenders.

          Der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hatte Anfang Dezember das Hilfsprojekt in Hamburg vorgestellt. Es sei „ein Bekenntnis zur Mitmenschlichkeit“, sagte der Landesbischof. Die Kirche dürfe nicht nur reden, sondern müsse auch handeln. Der Beschluss geht auf eine Initiative des evangelischen Kirchentages im Juni 2019 zurück.

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