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Seehofer und Merkel : Unter dem Schutzschirm des Kompliments

Was will uns Horst Seehofer bloß mit seiner Prophezeiung sagen, dass Angela Merkel 2017 noch einmal antreten wird?

          Die SPD kann aufatmen: Jetzt ist erst einmal wieder die CDU dran. Der CSU-Chef Seehofer nimmt sie sich wie immer äußerst geschickt vor. Unter dem Schutzschirm eines großen Kompliments für die Kanzlerin brät er der hyperaktiven Kronprinzessin eins über, damit sie auch im Bendlerblock nicht vergisst, wo beim Horst der Hammer hängt.

          Wichtige Dinge wie Auslandsmissionen der Bundeswehr müssten zunächst einmal „intern“ besprochen werden, bevor man damit an die Öffentlichkeit gehe, schimpft der CSU-Vorsitzende. Daraus könnte man schließen, dass er die abermalige Kandidatur Merkels im Jahr 2017, an der er, wie er nun öffentlich sagt, nicht zweifelt, schon mit ihr besprach, denn eine Verlängerung auf diesem Posten ist schließlich noch wichtiger als jeder Einsatz in Afrika.

          Doch mit logischen Schlussfolgerungen muss man in Seehofers Fall vorsichtig sein, ist er doch Weltmeister im simultanen Aufstellen und Brechen von Regeln. Was aber will er uns eigentlich mit dem Hinweis sagen, dass man eine „sehr starke Kanzlerin“ nicht einfach so gehen lassen kann? Nicht gehen lassen ... Jetzt haben wir es!

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