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Krise im Mittelmeer : Seehofer: Deutschland nimmt 40 Bootsflüchtlinge auf

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Bundesinnenminister Horst Seehofer begrüßt Maltas Entscheidung, Flüchtlinge an Land gehen zu lassen. Bild: dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer lobt Malta dafür, die – unter anderem vom deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ – geretteten Flüchtlinge aus dem Mittelmeer an Land gehen zu lassen. Er fordert einen schnellen Mechanismus, um die Menschen zu verteilen.

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          Bundesinnenminister Horst Seehofer hat begrüßt, dass Malta 123 aus dem Mittelmeer geretteten Migranten erlaubt hat, an Land zu gehen. „Auf Bitten von Malta sollen hiervon 94 Personen in andere Mitgliedstaaten verteilt werden. Im Geiste der europäischen Solidarität habe ich angeboten, dass wir uns hieran mit bis zu 40 Personen beteiligen“, teilte er am Sonntagabend über sein Ministerium mit. „Ich bin zufrieden, dass es gelungen ist, zügig eine Ausschiffung zu ermöglichen. Allerdings brauchen wir für diese Fälle jetzt schnell einen tragfähigen und funktionierenden Mechanismus. Daran müssen die Europäische Kommission und die Mitgliedstaaten mit Hochdruck arbeiten.“

          Das deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ mit 65 Migranten an Bord hatte zuvor vergeblich versucht, Italien anlaufen zu dürfen. Die maltesische Marine hatte 58 weitere Migranten auf dem Mittelmeer geborgen.

          Die „Alan Kurdi“, das Flüchtlings-Rettungsschiff der Hilfsorganisation Sea-Eye, hatte nach eigenen Angaben am Freitag 65 Menschen von einem Schlauchboot im Mittelmeer gerettet und lag anschließend in internationalen Gewässern vor der italienischen Insel Lampedusa. Ein Angebot der libyschen Küstenwache, den Hafen der Stadt Sawija als „sicheren Zufluchtsort“ anzulaufen, lehnte das Rettungsschiff ab. Die italienische Regierung untersagte dem Schiff das Anlegen.

          Am Samstagmorgen hatte Sea-Eye bei Twitter mitgeteilt, die italienische Finanzpolizei sei „persönlich vorbeigekommen“, um ein Dekret des Innenministers Matteo Salvini zu überbringen: „Der Hafen ist zu.“ Die „Alan Kurdi“ nahm daraufhin am Samstagabend Kurs auf Malta. Die Regierung in Valetta untersagte dem Schiff jedoch ebenfalls das Anlegen. Die Entscheidung, die 65 Flüchtlinge an Bord des Schiffes an Land zu bringen, sei nach „Gesprächen mit der EU-Kommission und der deutschen Regierung“ gefallen, erklärte der maltesische Regierungschef, Joseph Muscat.

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