https://www.faz.net/-gpf-a7rdb
Bildbeschreibung einblenden

Umfangreiches Screening : Ein neuer Test für die Jagd auf Corona-Mutanten

Im Bioscientia Labor in Ingelheim werden bislang vor allem PCR-Tests durchgeführt. Bild: Lando Hass

Die Virusvariante, die zunächst in Großbritannien aufgetaucht war, soll durch Sequenzierungen auch in Deutschland begrenzt werden. Weil die aber teuer sind, könnte ein neuartiger Test helfen.

          2 Min.

          Nichts bereitet der Bundesregierung und Fachleuten mehr Sorgen als eine unkontrollierte Ausbreitung der beiden bekannten Mutanten des Coronavirus aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika. Die am Dienstag beschlossene Verlängerung der Einschränkungen und deren partielle Verschärfung soll das Aufkeimen gefährlicher Mutanten in Deutschland verhindern. Wenn sie sich erst einmal verbreitet haben, ist es zu spät, sind sich Wissenschaft und Politik einig. Die von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf den Weg gebrachte Sequenzierung dürfte über die Ausbreitung der Mutanten nicht ausreichend informieren, denn sie umfasst nur fünf Prozent der Proben und ist zeit- und kostenaufwendig. Das Bundesgesundheitsministerium vergütet jede Sequenzierung mit 220 Euro.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Um möglichst schnell und unaufwendig einen Überblick über die Verbreitung von Mutanten zu gewinnen, hat der Berliner Biochemiker Olfert Landt, Geschäftsführer der Firma TIB Molbiol, über Weihnachten einen PCR-Test entwickelt, der die Marker der bedrohlichen Sars-CoV-2-Varianten aus dem Vereinigten Königreich und Südafrika identifizieren kann. Das kleine Familienunternehmen mit 40 Mitarbeitern kann sich vor Bestellungen nicht retten, berichtet Geschäftsführer Landt im Gespräch mit der F.A.Z. Ihm gehe es nicht um Eigenwerbung. Seit einem Jahr liefert die Firma mehr als 55 Millionen PCR-Tests in die ganze Welt.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Brennpunkt mit viel Zuwanderung: Eine Hochhaussiedlung in Bremen (Archivbild von September 2011)

          Falsche Väter : Perfides Geschäft mit schwangeren Frauen?

          In Bremen beantragen immer mehr schwangere Frauen aus Afrika Sozialleistungen. Sie geben an, der Kindsvater sei deutscher Staatsbürger. Steckt dahinter organisierte Kriminalität?
          Corona-Test beim Uhrenhersteller Glashütte in Jena

          Maskenpflicht und Tests : Die Corona-Egoisten

          Eltern klagen gegen die Masken in der Schule, Beschäftigte nutzen Tests nicht: Wer so unkooperativ handelt, provoziert härtere Lockdown-Maßnahmen.