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„Schwere finanzielle Notlage“ : AfD bittet Mitglieder um zweiten Jahresbeitrag

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Die Bundestagsverwaltung hatte im April entschieden, dass die AfD wegen illegaler Parteispenden eine Strafe von insgesamt 402.900 Euro zahlen muss. Bild: dpa

In der Parteikasse der AfD herrscht offenbar gähnende Leere. Deshalb werden Mitglieder dazu aufgerufen, einen dreistelligen Zusatzbeitrag zu zahlen. Man befinde sich in einer „schweren finanziellen Notlage.“

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          Die AfD bittet ihre Mitglieder nach einem Medienbericht um zusätzliches Geld. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, schreibt Bundesschatzmeister Klaus Fohrmann in einer Rundmail an Parteimitglieder: „Wir befinden uns in einer schweren finanziellen Notlage“. Ein Grund sei, dass die Partei im Jahr 2019 weniger Spenden eingenommen habe als in den Vorjahren. Das wiederum wirke sich auf die Höhe der staatlichen Parteienfinanzierung aus. Fohrmann erbittet demnach von den rund 38.000 Mitgliedern „einen weiteren Jahresbeitrag von 120 Euro“.

          Die Bundestagsverwaltung hatte im April entschieden, dass die AfD wegen illegaler Parteispenden eine Strafe von insgesamt 402.900 Euro zahlen muss. Es ging um Hilfen durch die Schweizer Werbeagentur Goal AG für AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen und das Bundesvorstandsmitglied Guido Reil in Landtagswahlkämpfen 2016 und 2017. Die Partei zog deshalb vor Gericht. Auch gegen Bundestagsfraktionschefin Alice Weidel laufen Ermittlungen wegen Parteispenden aus dem Ausland.

          Nach früheren Angaben Fohrmanns hat die AfD seit Anfang 2018 für mögliche Strafzahlungen – auch in anderen Fällen – Rücklagen in Höhe von insgesamt einer Million Euro gebildet.

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