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Schwarz-Grün im Norden : Geschluckte Kröten

Mehr als 240 Seiten Pläne: Daniel Günther (links) und Monika Heinold nach der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags Bild: dpa

CDU und Grüne in Schleswig-Holstein unterschreiben ihren Koalitionsvertrag. Unmut gibt es vor allem bei der Grünen Jugend.

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          In Kiel scheinen CDU und Grüne so angetan zu sein von ihrem neuen Koalitionsvertrag, dass sie ihn gleich zweimal unterschreiben. Vergangene Woche schon taten es die Spitzenvertreter der Parteien im Stehen und vorläufig, und am Dienstag nun im Sitzen und endgültig: Er finde, es sei ein guter Tag, und der Sonnenschein passe dazu, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), und so sah es auch seine Finanzministerin Monika Heinold (Grüne). Sie hätte nicht ge­dacht, dass sie als Grüne einmal sagen würde, dass sie gern einen schwarz-grünen Koalitionsvertrag unterschreibe. Aber so sei das heute.

          Anna-Lena Ripperger
          Redakteurin in der Politik.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          So ist die Tinte trocken, und nichts steht mehr dem schwarz-grünen Bündnis im Weg, nachdem am Montagabend beide Partner auf Parteitagen dem Vertrag zugestimmt ha­ben: mit klaren Mehrheiten, aber sehr unterschiedlich ausgeprägtem Redebedarf. An diesem Mittwoch wird Günther im Landtag wieder zum Ministerpräsidenten gewählt, CDU und Grüne kommen zusammen auf 48 von 69 Mandaten.

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