https://www.faz.net/-gpf-98qpu

Maßnahmen gegen Antisemitismus : Zentralrat der Juden will Meldesystem für antisemitische Vorfälle

  • Aktualisiert am

Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden, im vergangenen Juni in der Synagoge in Augsburg Bild: dpa

Ein jüdisches Mädchen soll an einer Berliner Grundschule bedroht worden sein. Der Vorfall löste eine Debatte über antisemitische Anfeindungen aus. In die hat sich jetzt auch der Zentralrat der Juden eingeschaltet.

          1 Min.

          Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, hat vorgeschlagen, eine Einrichtung zu schaffen, um antisemitische Vorfälle in Deutschland „rasch und ohne viele Hürden“ zu erfassen. „Ich wünsche mir, dass ein niedrigschwelliges Angebot geschaffen wird, um antisemitische Vorfälle zu melden“, sagte Schuster der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Dies gelte „auch und insbesondere für Übergriffe an Schulen“, sagte Schuster weiter. Insgesamt sollten alle antisemitischen Vorfälle bundesweit gemeldet werden können. „So erhalten wir ein deutlicheres Bild des Antisemitismus und seiner vielen Facetten.“

          Zuvor hatte der Vorsitzende der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Volker Kauder, eine Meldepflicht für antisemitische Vorfälle an Schulen gefordert. Alle Schulen sollten verpflichtet werden, solche Vorfälle konsequent der Schulverwaltung zu melden, sagte Kauder.

          Anlass für den Vorstoß war der Fall einer Berliner Schülerin, die wegen ihres Glaubens an einer Grundschule bedroht worden sein soll.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Beim Kampf gegen das Virus hat Präsident Donald Trump eine Kehrtwende eingeläutet.

          Corona-Krise : Trump will Einreisestopp für Europäer verlängern

          Die bestehenden Beschränkungen in den Vereinigten Staaten sollen laut Präsident Trump nicht nur bestehen bleiben, sondern möglicherweise verschärft werden. In keinem anderen Land der Welt gibt es derart viele bestätigte Virusinfektionen.
          Mittlerweile hat Nils Jonathan Lenssen aus Berlin die Situation akzeptiert: „Das Hauptding ist der Abschluss und was erreicht zu haben“, sagt er.

          Abitur zu Zeiten des Virus : Der Corona-Jahrgang

          Sie haben von einer besonderen Zeit geträumt, Partys und Reisen vorbereitet. Jetzt aber müssen auch sie zu Hause bleiben. Unsere Autorin hat sich bei Abiturienten umgehört, wie Träume platzten und neue Pläne entstehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.