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Nach Wechselankündigung : Schulz bringt der SPD keine besseren Werte

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Hallo, Bundespolitik! Martin Schulz kündigte seinen Wechsel in die Bundespolitik an. Bild: dpa

Dass der EU-Parlamentspräsident in die Bundespolitik wechseln will, hilft den Sozialdemokraten in einer aktuellen Meinungsumfrage nicht. Stattdessen punktet die Union.

          Der angekündigte Wechsel von Europa-Parlamentspräsident Martin Schulz in die Bundespolitik zahlt sich für die SPD bisher noch nicht in besseren Umfragewerten aus. In dem vom Forsa-Institut ermittelten Wahltrend im Auftrag des Magazins „Stern“ und des Senders RTL vom Mittwoch verliert die Partei einen Prozentpunkt auf 22 Prozent. Die Union legte dagegen bei der Sonntagsfrage zur Vorwoche abermals um einen Punkt zu auf nunmehr 37 Prozent.

          Die Linke büßte dagegen einen Punkt auf neun Prozent ein, während sich die „Alternative für Deutschland“ (AfD) um einen Zähler auf elf Prozent verbesserte und damit drittstärkste Kraft wäre. Die Grünen stagnieren bei zehn, die FDP bei fünf Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt rund ein Viertel.

          Noch werde Schulz von den wahlberechtigten Bundesbürgern als verdienter Präsident des Europäischen Parlaments wahrgenommen und nicht als profilierter Sozialdemokrat, der möglicherweise entscheidende Akzente im Bundestagswahlkampf setzen könnte, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner: „Dass er als Spitzenkandidat der nordrhein-westfälischen SPD für den Bundestag antreten will, rüttelt allein noch keinen auf.“

          Das könne sich ändern, wenn bekannt werde, welche Rolle Schulz im kommenden Wahlkampf spielen soll, sagte Güllner. Schulz ist als Nachfolger von Außenminister Frank-Walter Steinmeier sowie als potentieller Kanzlerkandidat im Gespräch.

          Merkel liegt bei Kanzlerfrage vorne

          Wenn der Bundeskanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich der Umfrage zufolge derzeit 52 Prozent für Amtsinhaberin und CDU-Chefin Angela Merkel entscheiden – wiederum zwei Prozentpunkte mehr als in der Vorwoche. Merkel hatte ihre abermalige Spitzenkandidatur bereits angekündigt, während die SPD noch offenlässt, wer sie in die Wahl im Herbst 2017 führen soll. Bei der Kanzlerpräferenz liegt Merkel 38 Prozentpunkte vor SPD-Chef Sigmar Gabriel, den sich nur noch 14 Prozent als Kanzler wünschen – zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Selbst von den SPD-Anhängern würden nur 43 Prozent für Gabriel stimmen.

          Für die Umfrage interviewte Forsa vom 21. bis 25. November 2016 2503 repräsentativ ausgesuchte, wahlberechtigte Bundesbürger. Die statistische Fehlertoleranz der Umfrage liegt bei 2,5 Prozentpunkten.

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