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Schulen im Lockdown : Lehrer fordern Klarheit über Unterricht nach dem 10. Januar

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Leere Klassenzimmer: Lehrerverbände plädieren für Wechselunterricht nach dem 10. Januar. Bild: dpa

Es seit nötig, „sich endlich von der Schimäre des bedingungslosen Offenhaltens der Schulen zu verabschieden“, sagt GEW-Chefin Marlis Tepe. Auch andere Verbände fordern eine Anpassung von Prüfungen und Lehrplänen, um Druck von Schülern und Lehrern zu nehmen.

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          Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert rasche Klarheit, wie es ab dem 10. Januar an den Schulen weitergeht. „Es ist abzusehen, dass die Lockdown-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden müssen“, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) laut Vorabmeldung vom Samstag. Deshalb bräuchten Lehrer, Schüler und Eltern frühzeitige Informationen über das, was kommt. „Und sie benötigen die Konzepte rechtzeitig, damit sich Schulen und Familien auf die Situation einstellen können“, führte Tepe aus. „Ansagen am Freitag, die am Montag umgesetzt sein sollen, darf es nicht mehr geben.“ Das hat in der Vergangenheit alle Beteiligten vor „unlösbare Probleme gestellt“.

          Tepe betonte, das gesellschaftliche Gebot der Kontaktvermeidung müsse auch in den Schulen umgesetzt werden. Sie forderte, Kultusministerien und Schulbehörden müssten die verlängerte Ferienzeit nutzen, um tragfähige Konzepte für unterschiedliche Szenarien zu entwickeln. „Dazu gehört, sich endlich von der Schimäre des bedingungslosen Offenhaltens der Schulen zu verabschieden“, sagte die GEW-Chefin. Stattdessen müssten die Schulen auf Wechselunterricht umstellen.

          Zudem forderte Tepe, die Kultusministerien müssten „Druck von den in dieser Zeit psychisch stark belasteten Schülerinnen und Schülern, aber auch den Lehrkräften nehmen“. „Prüfungen und Tests, die zurzeit nicht viel mehr als soziale Ungleichheiten widerspiegeln, sollen ausgesetzt werden“, sagte sie. „Statt am sogenannten Stoff festzuhalten, sollte sich der Unterricht an den von der Kultusministerkonferenz schon lange beschlossenen Bildungsstandards orientieren, die neue Lehr- und Lernformen ermöglichen.“

          Anpassung der Lehrpläne notwendig

          Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, forderte im RND von der Kultusministerkonferenz „dringend Aussagen“, wie Prüfungen durchgeführt und bewertet werden sollen, „aber auch welche Anpassungen an den Curricula und der Anzahl der Leistungstest sowie deren Inhalt vorgenommen werden“. Die Kultusministerien hätten die Lehrkräfte in eine schwierige Situation gebracht. Sie könnten nicht sagen, wie es mit den Prüfungen weitergehe, sie wüssten noch nicht einmal, ob Überlegungen existierten, den Lehrplan anzupassen. Genau diese Aussagen würden Schüler und Eltern aber von ihnen erwarten, so Beckmann.

          Die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Susanne Lin-Klitzing, sagte dem RND: „Die Kultusministerien müssen die realen Daten erheben, wie viel Unterricht in diesem Schuljahr und im letzten Schuljahr im Vergleich zu den letzten Schuljahren bisher ausgefallen ist. Daraus müssen entsprechende Konsequenzen für Prüfungen und für die Förderung von Schülerinnen und Schülern gezogen werden. „Erheben Sie jetzt die Daten und schaffen Sie die Planungsgrundlagen für die Durchführung des nächsten Abiturs im Frühjahr!“, forderte die Verbandsvorsitzende von den Kultusministern.

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