https://www.faz.net/-gpf-a5e34

Präsenz als Herkulesaufgabe : Es droht eine „verlorene Corona-Schülergeneration“

Schulanfang mit Maske in Sachsen-Anhalt im August. Bild: dpa

Unerreichbare Gesundheitsämter, besorgte Lehrer und Eltern: Die Infektionszahlen unter Schülern und Schulpersonal steigen – die Kritik am Krisenmanagement der Kultusminister wächst. Dabei ist die Zahl der geschlossenen Schulen eigentlich gering.

          7 Min.

          Trotz steigender Corona-Zahlen schien sich nach den Sommerferien das Infektionsgeschehen in den Schulen in Grenzen zu halten. Als die Ministerpräsidenten Ende Oktober Kontaktbeschränkungen beschlossen, nahmen sie die Schulen bewusst aus. Solange es geht, soll Präsenzunterricht stattfinden. Laut einer Abfrage der F.A.Z. bei den Kultusministerien steigt aber die Zahl der infizierten Schüler und Lehrer; vor allem müssen immer häufiger ganze Klassen in Quarantäne geschickt werden.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Das Beispiel Bayern, wo die Infektionszahlen insgesamt sehr hoch sind, zeigt jedoch, dass der prozentuale Anteil der infizierten Schüler noch immer verhältnismäßig gering ist. Nach Angaben des dortigen Kultusministeriums sind 2,3 Prozent der 1,65 Millionen Schüler und 1,51 Prozent der 155.000 Lehrkräfte in Quarantäne. Nachweislich infiziert haben sich in Bayern 0,27 Prozent der Lehrer und 0,17 Prozent der Schüler.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Uiguren in einem chinesischen Internierungslager im Jahr 2017

          Kritik der Vereinigten Staaten : Begeht China einen Genozid?

          Umerziehungslager und Zwangssterilisationen: China geht hart gegen die ethnische Minderheit der Uiguren vor. Amerikas scheidender Außenminister spricht von einem Genozid. Was folgt daraus für Joe Biden?

          Frankreichs Karikaturen-Streit : Inzest unter Pinguinen

          Es gilt das ungedruckte Wort: Die Zeitung „Le Monde“ hat einen neuen Karikaturen-Streit ausgelöst, der Frankreich entzweit. Die Chefredakteurin Caroline Monnot entschuldigt sich. Der Zeichner Xavier Gorce nimmt seinen Hut.