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Schulden der Länder : Bleibt Corona eine Dauerlast für die Haushalte?

  • -Aktualisiert am

Die Länder mussten wegen Corona hohe Kredite aufnehmen. Bild: dpa

Corona hat innerhalb von Monaten die jahrelangen Anstrengungen zunichte gemacht, Ordnung in die Finanzen der Bundesländer zu bringen. Besonders die Bundesländer ächzen unter der Last.

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          Als im vergangenen Frühjahr die erste Welle der Pandemie in Deutschland grassierte, gab es auch in den Bundesländern kein Halten mehr: Fast überall genehmigten die Parlamente den Regierungen neue Kreditermächtigungen und stellten Notstände fest, um gesetzlich verankerte Schuldenbremsen lösen zu können. Bis heute bekämpfen Politiker in Bund und Ländern die Folgen der Covid-19-Krise vor allem mit viel Geld. Die enormen Summen etwa für den zumindest teilweisen Ausgleich wirtschaftlicher Schäden übernimmt vor allem der Bund, der im vergangenen Jahr rund 150 Milliarden Euro neue Schulden aufnahm, während der Bundestag sogar bis zu 218 Milliarden Euro genehmigt hatte. In der gleichen Zeit stiegen die Schulden der 16 Bundesländer um rund 52 Milliarden Euro.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Auch die meisten Länder haben große Puffer für die Bewältigung der Krise eingeplant. Ihre Kreditermächtigungen betragen zusammen rund 116 Milliarden Euro, wobei die Länder Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen besonders kräftig zulangten und mit insgesamt 57 Milliarden Euro so viel neue Schulden aufnahmen wie die anderen 13 Länder zusammen. Im Falle Nordrhein-Westfalens belaufen sich die Kreditermächtigungen auf rund 30 Prozent der Ausgaben, während es in Sachsen-Anhalt weniger als fünf Prozent sind.

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