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Pläne der Bundesregierung : Die Natur des Wolfes

Er fasziniert die einen und versetzt die anderen in Angst und Schrecken: der Wolf. Bild: dpa

Die große Koalition hat sich in Sachen Wolf gegen Schaf auf einen Kompromiss geeinigt. Der Streit um Schützen oder Abschießen wird aber weitergehen.

          In Sachen Wolf gegen Schaf und Mensch hat nun immerhin die große Koalition zu einem Kompromiss gefunden. Künftig soll, wenn Nutztiere gerissen wurden, der Abschuss von Wölfen erlaubt sein, ohne dass ihnen wie in einem Fernsehkrimi die individuelle Beteiligung an der Tat nachgewiesen werden muss, etwa mit einem DNS-Vergleich.

          Da die „Entnahme“ der Wölfe „bis zum Ausbleiben von Schäden“ möglich sein wird, kann das zu einer deutlichen Dezimierung eines Rudels führen. Dennoch werden, solange es Wölfe in deutschen Landen gibt, auch in Zukunft Schafe und andere Weidetiere gerissen werden.

          In einem dichtbesiedelten Land mit einer intensiv betriebenen Landwirtschaft ist das nicht zu vermeiden, will man nicht alle Schafe oder alle Wölfe in hermetisch abgeriegelte Reservate pferchen.

          Auch großzügige Entschädigungen für gerissene Lämmer werden dem Streit zwischen den Wolfsschützern und den Nutztierhaltern das Emotionale nicht nehmen. Es ist die Natur des Wolfes, die die einen fasziniert und die anderen in Angst und Schrecken versetzt.

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