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Begegnung mit Flut-Betroffenen : „Sonst bleibt das hier eine Geisterstadt“

Kanzlerkandidaten Armin Laschet und Olaf Scholz am Dienstag, 3. August, in Stolberg Bild: dpa

Als Kanzlerkandidaten ihrer Parteien sind Olaf Scholz und Armin Laschet Konkurrenten. Nach Stolberg kommen sie angesichts der Katastrophe aber gemeinsam. Und geben den von der Flut Betroffenen ein Versprechen.

          3 Min.

          Die Altstadt von Stolberg ist schwer gezeichnet. Drei Wochen sind seit der Katastrophe schon vergangen. Einsatzkräfte und ein Heer freiwilliger Helfer haben seither bis an die Grenze ihre Kräfte das Gröbste weggeschafft: Schlamm, Schutt, durchweichte Teppiche, Möbel. Doch es bleibt so unendlich viel zu tun. Gegenüber vom neuen Rathaus – das nach Einschätzung von Bürgermeister Patrick Haas (SPD) so schwer beschädigt wurde, dass es wohl abgerissen werden muss – stellt ein Lastwagenfahrer vor der Metzgerei „Willi Croé“ einen großen Container ab. Wenig später landet darin das gesamte Inventar des kleinen Handwerksbetriebs: die Wurstmaschine, die Kühlanlage, die Waagen, die Verkaufstheke.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Am 14. Juli schwoll der sonst so harmlose Vichtbach binnen kurzer Zeit zu einem reißenden Fluss an. Von der Stolberger Burg bis hinab zum Stadtteil Mühle fegte das Wasser auf einer irrwitzigen Breite von mehr als hundert Metern durch die Altstadt. Der Übergang vom Kaiserplatz zur Rathausstraße wirkte wie ein Trichter, der die Fluten sammelte und noch beschleunigte. „Um 15 Uhr fuhr die Polizei durch, warnte, die Keller würden überflutet“, berichtet Werner Pfeil, der mit Kollegen eine Anwaltskanzlei in der Rathausstraße betreibt. Wenig später stand das Erdgeschoss 1,80 Meter unter Wasser.

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