Straßenblockaden :
Scholz nennt Aktionen von Klima-Aktivisten „bekloppt“

Lesezeit: 1 Min.
Bundeskanzler Olaf Scholz am Montag auf Schulbesuch in Kleinmachnow
Als nicht hilfreich bezeichnet Bundeskanzler Olaf Scholz die Aktionen der „Letzten Generation“. Er selbst habe auch eine „ganz negative CO2-Bilanz“, sagt der Kanzler vor Schülern in Brandenburg.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) geht deutlich auf Distanz zu den Aktivisten der „Letzten Generation“. „Ich finde das völlig bekloppt, sich an einem Bild festzukleben oder auf der Straße“, sagte Scholz am Montag bei einem Besuch der Eigenherd-Schule im brandenburgischen Kleinmachnow bei Berlin anlässlich des EU-Projekttages an deutschen Schulen. „Und ich habe den Eindruck, dass das auch nicht dazu beiträgt, dass irgendjemand seine Meinung ändert, sondern es ärgern sich vor allem alle.“ Er finde es „völlig vertretbar“, dass man Kundgebungen veranstalte, demonstriere und für seine Ziele eintrete. „Aber das ist eine Aktion, von der ich glaube, dass sie nicht weiterhilft.“ Scholz äußerte sich auf einer Podiumsdiskussion vor Schülern.

Angesprochen auf sein eigenes Engagement für den Klimaschutz sagte Scholz: „Aber ich komme eben nicht mit dem Fahrrad nach Japan (...).“ Am Wochenende war Scholz beim G7-Gipfel im Japan und reiste danach nach Südkorea weiter. Er selber habe, mit dem was er tue, eine ganz negative CO2-Bilanz. Die Autos, mit denen er herumgefahren werde, seien sehr schwer, weil sie gepanzert seien, sagte Scholz.

Zur Debatte ums Gendern sagte der Kanzler, er spreche schon lange von Frauen und Männern. „Das mache ich sehr bewusst, damit man immer sich vorstellen kann, dass die Welt gut zur Hälfte aus Frauen besteht.“ Andere sprächen jetzt mit Abkürzungen. „Auch das geht. Ich finde, das muss jede und jeder für sich entscheiden.“