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Ideen aus Kommunen : Schluss mit dem Kontrollverlust der Gesundheitsämter

Im Kampf gegen Infektionsketten: Soldaten unterstützen das Gesundheitsamt Hamburg. Bild: dpa

Um Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung zu entlasten, gibt es in einigen Städten neue Ideen. Eine davon ist in den Niederlanden erprobt – Hausärzte verhängen die Quarantäne für Kontaktpersonen.

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          Der Zeitpunkt, an dem das Gesundheitsamt Wiesbaden die Kontrolle über das Infektionsgeschehen verlor, liegt nun fast einen Monat zurück. Von da an fiel es den Mitarbeitern schwer, alle Kontaktpersonen in Quarantäne zu schicken. Nur in wenigen Fällen gelang es noch nachzuvollziehen, wo sich jemand angesteckt hatte, und alle gemeldeten Fälle bis zum Ende einer Woche auch weiterzugeben, damit sie in der Corona-Statistik des Robert-Koch-Instituts landen. In Wiesbaden wie auch in anderen Städten trat der annähernde Kontrollverlust tatsächlich beim Inzidenzwert von 50 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner ein. Einer Zahl, die laut Medizinern nicht auf exakten Berechnungen beruht, sondern vielmehr politisch ausgewählt wurde – und offenbar zutraf.

          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten und Politik Online.
          Timo Steppat
          Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          Auch in Gesundheitsämtern hält man es für unwahrscheinlich, das Infektionsgeschehen in den kommenden Wochen so weit abzusenken, wie das im Sommer gelang. Zum einen gibt es keinen vollständiger Lockdown wie im Frühjahr, zum anderen entfällt durch die winterlichen Temperaturen die Möglichkeit, Treffen und Feiern nach draußen zu verlagern, wo die Ansteckungsgefahr geringer ist. Die Behörden suchen nach neuen Wegen, das Infektionsgeschehen wieder unter Kontrolle zu bringen.

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