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Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

  • -Aktualisiert am

Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz. Bild: dpa

Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.

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          Was Politiker und Wissenschaftler derzeit über den Osten mitzuteilen haben, klingt nicht gut. Kritisiert wird, dass ostdeutsche Biographien nicht genügend anerkannt würden, Löhne und Renten zu schlecht ausfielen, Altersarmut drohe. Es ist die Rede von Übernahme durch den Westen, Demütigung, gesellschaftlichen Frakturen, neue Spaltungslinien, Verbitterung, Unmut, Fliehkräften. Man reibt sich die Augen. Schon der bloße Augenschein widerlegt solche Reden.

          Die blühenden Landschaften sind da, im übertragenen wie im Wortsinne. Die Wirtschaft wächst genau wie Lebensqualität und Einkommen. Die Renten im Osten sind höher als die im Westen. Altersarmut ist eher ein West-Problem, auch wenn immer wieder das Gegenteil behauptet wird. Die Infrastruktur im Osten ist oft besser als im Westen. Der Osten ist lebendig, liebens- und lebenswert. Nicht überall, klar. Es gibt, wie heute gern gesagt wird, „abgehängte Regionen“. Aber das gilt genauso für den Westen – und ist politisch längst als großes Thema erkannt.

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