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Schavans Nachfolgerin : Bundespräsident ernennt Wanka zur neuen Bildungsministerin

  • Aktualisiert am

„Sie lebt Wissenschaft und Forschung“: Bundespräsident Gauck und die neue Bildungsministerin Wanka Bild: dpa

Bundespräsident Gauck hat Johanna Wanka zur neuen Bildungsministerin ernannt. Sie folgt auf die am Samstag nach Aberkennung ihres Doktorgrades zurückgetretene Annette Schavan.

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          Bundespräsident Joachim Gauck hat am Donnerstag Johanna Wanka zur neuen Bundesbildungsministerin ernannt. Die aus Sachsen stammende Wanka folgt auf Annette Schavan (beide CDU), die nach der Aberkennung ihres Doktorgrades wegen Plagiatsvorwürfen am Samstag zurückgetreten war. Gauck dankte Schavan für die in mehr als sieben Jahren als Bildungsministerin geleistete Arbeit. „Viele bedauern, dass die Bildungs- und Forschungspolitik des Bundes nicht mehr in ihren Händen liegen“, sagte der Präsident.

          Mit Schavan gehe eine Ministerin, „die weit über die eigene Fraktion und Koalition hinaus hohe Achtung in der politischen und wissenschaftlichen Welt genießt“, sagte Gauck nach der Übergabe der Entlassungsurkunde an die scheidende Ministerin. Schavan, eine enge Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), strebt nun abermals ein Bundestagsmandat an; gegen die Entscheidung der Universität Düsseldorf zur Aberkennung des Doktortitels will sie juristisch vorgehen.

          Engagement zur Wendezeit in der DDR

          Der neuen Ministerin Wanka gratulierte Gauck zu ihrem Amt. Er verwies auf deren Engagement zur Wendezeit in der DDR; Wanka gehörte seinerzeit zu den Gründern des Neuen Forums in Merseburg. Er hob die wissenschaftliche Karriere der promovierten Mathematikerin hervor, die auch als Bildungsministerin in Brandenburg und Niedersachsen einige Erfahrung gesammelt habe. „Auch bei Ihnen kann man sagen, dass sie Wissenschaft und Forschung leben.“

          Mit Blick auf die schwierige Zusammenarbeit von Bund und Ländern in der Bildungspolitik fügte Gauck hinzu, er wünsche sich, „dass die Verantwortlichen hier gemeinsamer handeln“. Mit dem Auslaufen großer Milliardenprogramme von Bund und Ländern - wie der bis 2017 dauernden Exzellenzinitiative - stünden in der nächsten Zeit „große Entscheidungen“ an. „Sie werden in drängenden Fragen viel zu bewegen haben“, sagte Gauck an die Adresse Wankas. Die neue Ministerin will sich gegen Mittag in Berlin an die Presse wenden.

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