Bundesverfassungsgericht :
Schäuble: EZB-Urteil „unausweichlich, aber auch gefährlich“

Lesezeit: 2 Min.
Schäuble war vor seiner Wahl zum Bundestagspräsidenten Finanzminister gewesen – und ist ein lebenslanger Europapolitiker.
Der EuGH pocht darauf, dass sein beanstandetes Urteil auch Karlsruhe binde. Der Bundestagspräsident stärkt den deutschen Richtern zwar den Rücken – teilt aber die Sorgen der Luxemburger Kollegen.

Bundestagspräsident Schäuble hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Anleihekäufen der EZB als „unausweichlich, aber auch gefährlich" bezeichnet. Die Karlsruher Richter hatten die Beschlüsse zum Anleihekaufprogramm PSPP als kompetenzwidrig und ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) dazu als „schlechterdings nicht mehr nachvollziehbar“, also rechtswidrig bezeichnet. Schäuble sagte im Gespräch mit der F.A.Z. allerdings auch, dass die Kompetenzen der EZB „im Zweifel restriktiv auszulegen“ seien.

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