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Nach eigenen Angaben : SPD-Staatssekretärin Chebli erhält rassistische Morddrohung

  • Aktualisiert am

Sawsan Chebli, Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales, spricht beim „Farben bekennen Award“. Bild: dpa

Sawsan Chebli hat eine Morddrohung veröffentlicht, die sie nach eigenen Angaben erhalten hat. In dem Schreiben wird sie aufs Übelste rassistisch beleidigt und mit dem Tode bedroht. Sie stehe auf einer „Todesliste“, heißt es darin.

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          Die Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli wird nach eigenen Angaben von mutmaßlichen Rechtsextremisten mit dem Tode bedroht. Die SPD-Politikerin veröffentlichte am Montag auf Twitter ein Schreiben Unbekannter mit einer Morddrohung. Chebli habe es auf „unsere Todesliste geschafft“, heißt es in dem Text, in dem die 41 Jahre alte Politikerin übel beschimpft und rassistisch beleidigt wird. Die Verfasser fordern ihr Zurücktreten. Das Schreiben endet mit den Worten: „Heil Hitler. Die Soldaten der Cyberreichswehr.“ Chebli erstattete nach eigenen Angaben Anzeige.

          Auf Twitter schrieb sie: „Ich lasse mich von Euch Nazis nicht einschüchtern, werde weiter meine Stimme erheben, mich für Vielfalt einsetzen, werde weiter für eine offene Gesellschaft, für Migranten, Flüchtlinge, Schwarze, Juden, Muslime und alle kämpfen, die Eure Feinde sind. Jetzt erst recht.“

          Zuletzt hatten die Grünen-Politiker Cem Özdemir und Claudia Roth Morddrohungen mutmaßlicher Rechtsextremisten erhalten. In dem Brief an Chebli wird darauf ausdrücklich Bezug genommen.

          Erwähnt wird zudem der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke, der am 2. Juni mit einem Kopfschuss auf der Terrasse seines Hauses im Landkreis Kassel getötet wurde. Ein Verdächtiger sitzt in Untersuchungshaft, die Bundesanwaltschaft geht von einem rechtsextremen Hintergrund aus.

          Chebli ist in der Berliner Senatskanzlei Staatssekretärin für Bürgerschaftliches Engagement und Internationales. Sie hat palästinensische Wurzeln und erhebt immer wieder ihre Stimme gegen Rassismus und Intoleranz.

          Sawsan Chebli (SPD, l.), Berliner Staatssekretärin für bürgerschaftliches Engagement und Internationales, und Gesa Ederberg (M.), Rabbinerin, übergeben Sandy Albahri von der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus den Sonderpreis für Engagement gegen Antisemitismus des Berliner "#Farbenbekennen-Award".

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