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Jugendsünden im Netz : Die Tugendwächter sollten Entschuldigungen gelten lassen

  • -Aktualisiert am

Sarah-Lee Heinrich ist Bundessprecherin der Grünen Jugend. Wie ihr Kollege Timon Dzienus gehört sie zu den Digital Natives. Bild: dpa

Wir sollten vorsichtig damit sein, wie wir mit Jugenddummheiten im Netz umgehen. Schon aus Eigennutz.

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          In den vergangenen Tagen haben vielen Menschen den Satz geäußert, sie seien froh, dass es noch keine sozialen Netzwerke gegeben habe, als sie 14 waren. Sie fürchten, sie hätten Unsinn hineingeschrieben. Denn wo man Unsinn hinschreiben kann, schreiben junge Leute zuverlässig Unsinn hin. Zum Beispiel auch auf Schultische, Mäppchen, Klotüren, Zettelchen, in Schülerzeitungen und Tagebücher. Werden die Jugendlichen dann erwachsen, lassen sie den Unsinn hinter sich wie die dummen Witze, die sie auf Klassenfahrten nach zu viel Bier gerissen haben.

          Anders in den sozialen Netzwerken. Was da steht, bleibt. Selbst wenn jemand einen Satz löscht, der ihm peinlich geworden ist, hat womöglich ein anderer einen Screenshot davon. Allerdings sollte die Gesellschaft vorsichtig damit sein, wie sie mit derlei Jugenddummheiten umgeht. Denn davon wird abhängen, wer sich künftig überhaupt noch vor ihr verantworten will.

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