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Bremen : Streit unter Salafisten löst Großeinsatz der Polizei aus

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Ein Verdächtiger wird in Bremen von Polizisten aus einem Haus geführt Bild: dpa

Weil sie über die Auslegung des Islams gestritten haben sollen, haben Bremer Salafisten einen Großeinsatz der Bremer Polizei ausgelöst. Es soll Tötungspläne gegeben haben.

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          Die Polizei ist mit einem Großeinsatz gegen Salafisten in Bremen vorgegangen. Spezialkräfte aus mehreren Bundesländern durchsuchten am Dienstagmorgen neun Wohnungen und Geschäfte in der Hansestadt. Hintergrund soll ein Streit zwischen Salafisten über die Auslegung des Islams gewesen sein. In dem Zusammenhang habe es zwei Verletzte gegeben, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Außerdem soll es Pläne gegeben haben, einen Menschen zu töten.

          Die Polizei stellte nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Identität mehrerer Verdächtiger fest. Haftbefehle habe es aber nicht gegeben, sagte die Sprecherin. Bei den Durchsuchungen in mehreren Stadtteilen stellten die Ermittler Handys und Computer sicher. Über weitere Details will die Staatsanwaltschaft am Mittag informieren.

          Der islamistischen Szene in Deutschland werden mehr als 43.000 Menschen zugerechnet, darunter schätzungsweise 8650 Salafisten. Bremen gilt als eine Salafisten-Hochburg. Experten schätzen die Zahl der Anhänger dieser extrem konservativen islamistischen Strömung im kleinsten Bundesland auf rund 360.

          Der Salafismus ist eine rückwärtsgewandte, extrem konservative islamistische Strömung. Seine Anhänger beziehen sich ausschließlich auf den Koran und sehen sich als Verfechter eines unverfälschten Islams. Reformen und jede Form von Modernisierung lehnen sie ab. Ziel der Salafisten ist die vollständige Umgestaltung von Staat, Rechtsordnung und Gesellschaft nach ihrem Regelwerk – und letztlich die Errichtung eines islamistischen Gottesstaates.

          Erst im Februar hatte Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) einen salafistischen Verein verboten, weil dieser im Verdacht stand, Terrorkämpfer für den Syrien-Einsatz zu rekrutieren.

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