Wagenknechts Protestpartei :
Die Fehler der Unfehlbaren

Jasper von Altenbockum
Ein Kommentar von Jasper von Altenbockum
Lesezeit: 3 Min.
Sahra Wagenknecht verlässt die Pressekonferenz, in der sie die Gründung ihrer neuen Partei ankündigte.
Die Parteien müssen den Protest auffangen, den sie selbst verursachen. Das ist schier unmöglich. Wagenknechts Projekt zeigt: Die AfD war erst der Anfang.

Eine intellektuelle Figur durchzog die späte Ära Angela Merkel. Es war die Geburtsstunde des Wortes „Narrativ“. Merkel müsse ihre Politik nur besser erklären, und schon steige die Sympathie für ihre Regierung wieder, die ihr verloren ging. Die Politik schlechthin müsse sich besser erklären, um grassierenden Verdruss zu bekämpfen. Wer keine Erzählung habe, dem fehle Akzeptanz und Vertrauen. Früher sprach man von „Spin“, jetzt sprach man von Narrativ oder, in raffinierter Form, von „Framing“. Seither ist viel erklärt worden und noch mehr erzählt. Was hat es gebracht? Sahra Wagenknecht.

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