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Sahra Wagenknecht : „Die Linke hat sich von den Ärmeren entfremdet“

  • Aktualisiert am

Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht Bild: dpa

Die scheidende Fraktionschefin der Linken rechnet mit ihrer Partei ab. Deren Sprache werde als „belehrend und von oben herab empfunden“.

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          Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht hat ihrer Partei vorgehalten, nicht mehr ausreichend die Interessen der Ärmeren zu vertreten. „Die Linke hat sich von den ärmeren Schichten teilweise entfremdet, weil sie oft nicht deren Sprache spricht und von ihnen als belehrend und von oben herab empfunden wird“, sagte Wagenknecht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag.

          Aus Sicht der Politikerin gibt es im Bundestag eine „breite Mehrheit für mehr sozialen Ausgleich, bessere Löhne, höhere Renten“. Die SPD habe allerdings viele Jahre realpolitisch das Gegenteil umgesetzt. „Beide Parteien müssen sich ändern, damit wir eine linke Mehrheit im Bundestag zurückgewinnen können“, sagte Wagenknecht.

          Wagenknecht hatte unlängst nach einer Krankheit angekündigt, im Herbst aus gesundheitlichen Gründen nicht abermals als Fraktionschefin antreten zu wollen. Ihr Mandat im Bundestag will sie aber behalten. In der Partei umstritten ist unter anderem für ihr Eintreten für eine Begrenzung der Migration. In der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ ging sie scharf mit ihren Kritikern ins Gericht. „Wer jeden, der eine differenzierte Sicht auf Migration einfordert, in die Nazi-Ecke stellt, begreift nicht, dass er genau damit die rechten Parteien stärkt“, sagte die 49-Jährige.

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